Dänische Lakritzmarke setzt in Münster auf Innenstadtlage

Lakrids by Bülow eröffnet in Münster an der Domgasse. Der dänische Anbieter setzt auf Lakritz, Schokolade und Softeis.
Symbolbild mit KI erstellt

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Münster. Mit Lakrids by Bülow Münster bekommt die Innenstadt einen neuen Süßwarenstandort: Der dänische Anbieter eröffnet nach vorliegenden Informationen am Dienstag, 7. Juli 2026, ein Geschäft an der Ecke Domgasse/Drubbel. In dem kleinen Ladenlokal war zuvor ein Schmuckgeschäft ansässig.

Neuer Store an der Domgasse passt zur Deutschland-Strategie

Die Eröffnung ist mehr als eine reine Nachvermietung in zentraler Lage. Lakrids by Bülow wächst seit Jahren international und setzt dabei besonders stark auf den deutschen Markt. Laut Unternehmensangaben war Deutschland 2025 der größte Einzelmarkt der Marke und stand für 39 Prozent des Gesamtumsatzes. Insgesamt meldete das Unternehmen für 2025 Erlöse von 449 Millionen Dänischen Kronen, rund 60 Millionen Euro.

Der Standort in Münster soll nach Angaben aus dem Unternehmensumfeld der 21. Store in Deutschland werden. Weltweit betreibt Lakrids by Bülow bereits mehrere Dutzend eigene Geschäfte und ist zudem über Händler und den Onlinehandel präsent.

Lakritz, Schokolade und Softeis in der Innenstadt

Das Sortiment dreht sich vor allem um Lakritzprodukte, darunter Varianten mit Schokolade, Geschenkboxen und limitierte Sorten. Für Münster ist nach den bisher bekannten Angaben außerdem Lakritz-Softeis vorgesehen. Das ist nicht in jedem Store der Marke Teil des Angebots.

Gegründet wurde Lakrids by Bülow 2007 von Johan Bülow auf Bornholm. Der erste Laden öffnete am 07.07.07 in Svaneke. Zwei Jahre später brachte das Unternehmen seine Schoko-Lakritz-Produkte auf den Markt, die bis heute zu den bekanntesten Linien gehören.

Münster bleibt trotz Strukturwandel gefragter Handelsstandort

Die schnelle Nachnutzung an der Ecke Domgasse/Drubbel fällt in eine Phase, in der sich Münsters Einzelhandel sichtbar verändert. Der Rat der Stadt Münster hat erst am 1. Juli 2026 die Fortschreibung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts beschlossen. Die Zahl der Einzelhandelsbetriebe sank demnach zwischen 2015 und 2024 von 1.955 auf 1.613. Gleichzeitig betont die Stadt, dass Münster bei der Verkaufsfläche pro Kopf weiterhin über dem bundesweiten Durchschnitt liegt.

Auch die Wirtschaftsförderung beschreibt die Innenstadt trotz Fluktuation weiter als stabilen Handelsstandort. Im August 2025 lag die Leerstandsquote demnach bei 4,9 Prozent; von strukturellem Leerstand spricht die Wirtschaftsförderung nicht.

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