Ein Pfiff und Münster spült: Stadtwerke messen WM-Effekt

Zur WM-Halbzeit schoss in Münster der Wasserverbrauch nach oben. Die Stadtwerke registrierten eine klare Pinkelkurve.
Wasserabgabe der Stadtnetze Münster zum Spiel Deutschland-Curaçao bei der Fußball-Weltmeisterschaft am 14. Juni 2026

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Münster. Ein Pfiff, tausende Spülungen: Während viele Fans am Sonntagabend das WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft verfolgten, zeigte sich die Halbzeitpause auch im Trinkwassernetz der Stadt. Die Stadtwerke Münster registrierten einen deutlichen Anstieg des Wasserverbrauchs. Die sogenannte Pinkelkurve fiel diesmal besonders steil aus.

Kurz vor der Halbzeit lag die Wasserabgabe im münsterschen Trinkwassernetz noch bei 1.834 Kubikmetern pro Stunde. Nur wenige Minuten später stieg sie auf 3.510 Kubikmeter pro Stunde. Mit Beginn der zweiten Halbzeit sank der Verbrauch wieder deutlich.

Stadtwerke sehen bekannte Pinkelkurve

Für die Stadtwerke Münster ist dieses Muster nicht neu. Große Fußballspiele mit deutscher Beteiligung sorgen regelmäßig für auffällige Ausschläge im Wasserverbrauch. Viele Zuschauer bleiben während des Spiels vor dem Fernseher und nutzen erst die Pause für den Gang zur Toilette.

„Wir fiebern natürlich mit der Mannschaft mit. Gleichzeitig wissen wir: In der Halbzeit beginnt für unsere Wasserversorgung die intensivste Spielphase des Abends“, sagt Dominik Pollok, Leiter der münsterschen Wasserwerke.

Leitstelle hält Wasserdruck stabil

Die Mitarbeitenden der Verbundleitstelle beobachteten die Entwicklung in Echtzeit. Sie passten Druck und Wasserströme an, damit im gesamten Netz ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stand.

Nach der Halbzeit normalisierte sich die Lage rasch. Der Verbrauch fiel wieder auf unter 2.490 Kubikmeter pro Stunde. Danach musste auch der Druck im Netz wieder reduziert werden, um die Trinkwasserrohre nicht zu stark zu belasten.

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