Freispruch für Baas Nahrwold: Kreidekomplex in Münster bleibt politisch brisant

Nach dem Protest gegen einen rechten Aufmarsch in Münster stellt das Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ Fragen zum Vorgehen der Polizei.
Bild: Die Linke Münster

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Der Linken-Fraktionssprecher Baas Nahrwold ist am Mittwoch in Münster freigesprochen worden. Vor Gericht ging es um den Vorwurf eines tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte nach einer Demonstration vor der Polizeiwache Innenstadt. Der Fall hängt mit einer Kreideaktion an der Julius-Voos-Gasse zusammen, die bereits seit Monaten politisch diskutiert wird.

Gericht sieht keinen tätlichen Angriff

Nach Angaben aus dem Verfahren bewertete das Gericht Nahrwolds Verhalten nicht als tätlichen Angriff. Auch der hilfsweise geprüfte Vorwurf einer Widerstandshandlung hatte demnach keinen Bestand. Eine zentrale Rolle spielte offenbar ein Video des Einsatzes, das im Gerichtssaal gezeigt wurde.

Der Ursprung des Falls liegt im Juni 2025. Damals hatten sich nach Polizeiangaben rund 50 Personen vor der Innenstadtwache versammelt. Anlass war eine vorherige Polizeimaßnahme gegen Personen, die mit Sprühkreide politische Parolen in der Innenstadt angebracht hatten. Während der Versammlung kam es erneut zu einem Polizeieinsatz, anschließend wurden mehrere Anzeigen gefertigt.

Linke fordert weitere Aufarbeitung

Für die Linke Münster ist der Freispruch Baas Nahrwold Münster nicht das Ende der Debatte. Die Partei kritisiert den damaligen Polizeieinsatz weiterhin als unverhältnismäßig und fordert politische Konsequenzen. Die Polizei hatte den Einsatz damals mit Verstößen gegen Auflagen und Widerstandshandlungen begründet.

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