
Viele Haushalte im Münsterland müssen sich für die kommende Heizkostenabrechnung auf höhere Beträge einstellen. Zwar sind die Preise für Gas, Strom und Heizöl im Jahresverlauf teils gesunken, dennoch zeigen aktuelle Prognosen: Der kältere Winter hat den Energieverbrauch spürbar erhöht – und dieser Effekt überwiegt die Preisrückgänge.
Nach Daten des Energiedienstleisters Techem steigen die Heizkosten im Postleitzahlbereich 48 über alle Energieträger hinweg um 8,28 Prozent gegenüber der Heizsaison 2024. Die Prognose bezieht sich auf das Abrechnungsjahr 2025, dessen Kosten vielen Mieterinnen und Mietern erst 2026 vorgelegt werden.
Der Hauptgrund für den Kostenanstieg liegt laut Techem nicht in höheren Energiepreisen, sondern im deutlich gestiegenen Verbrauch. Die Heizperiode 2025 war im Durchschnitt kälter als im Vorjahr. Bundesweit ergibt sich daraus ein Mehrverbrauch von mehr als elf Prozent, für Nordrhein-Westfalen sogar ein noch höherer Wert.
Dieser zusätzliche Energiebedarf hat die Einsparungen durch gesunkene Preise weitgehend aufgezehrt. Das Ergebnis: Trotz günstigerer Tarife fällt die Heizkostenabrechnung für viele Haushalte höher aus als im Jahr zuvor.
Angesichts der erwarteten Nachzahlungen raten Verbraucherschützer dazu, die Heizkostenabrechnung sorgfältig zu prüfen. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Mieterinnen und Mieter ein Recht auf Einsicht in die Abrechnungsunterlagen haben und fehlerhafte Abrechnungen beanstanden können.
Gerade in Jahren mit stark schwankendem Verbrauch lohnt sich ein genauer Blick auf Ablesewerte, Abrechnungszeiträume und die Verteilung der Kosten. Ein höherer Gesamtbetrag ist nicht automatisch falsch, sollte aber nachvollziehbar begründet sein.
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