Kein Wasser aus Bächen: Münster reagiert auf Trockenheit

Stadt Münster warnt wegen Trockenheit vor Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen.
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Wegen anhaltender Trockenheit bittet die Stadt Münster aktuell darum, kein Wasser aus Bächen und Flüssen zu entnehmen. Die niedrigen Pegelstände belasten nach Angaben der Stadt die Gewässer und gefährden die Lebensräume von Fischen, Kleinlebewesen und Wasserpflanzen. Die Wasserentnahme in Münster soll deshalb auch im kleinen Umfang vorerst unterbleiben.

Hintergrund sind die geringen Niederschläge der vergangenen Monate. Viele Bäche und Flüsse führen derzeit deutlich weniger Wasser als üblich. Die Stadt verweist zudem darauf, dass die oberen Bodenschichten bereits stark ausgetrocknet sind. Auch angekündigte Regenfälle dürften nach Einschätzung der Behörden nicht ausreichen, um die Situation nachhaltig zu entspannen.

Niedrige Pegel belasten die Gewässer in Münster

Die Trockenheit wirkt sich direkt auf die Ökosysteme aus. Wenn Bäche und Flüsse nur noch wenig Wasser führen, steigen die Belastungen für Tiere und Pflanzen. Besonders betroffen sind Fische, Kleinstlebewesen und Wasserpflanzen, die auf stabile Wasserstände angewiesen sind.

Nach Angaben der Stadt Münster hat es bereits seit dem vergangenen Sommer insgesamt zu wenig geregnet. Dadurch konnten sich viele Gewässer nicht ausreichend erholen. Die aktuelle Trockenphase verschärft die Lage zusätzlich. Die Stadt appelliert deshalb an Bürger, verantwortungsvoll mit den Gewässern umzugehen und auf Wasserentnahmen zu verzichten.

Auch kleine Wasserentnahmen sollen unterbleiben

Die Untere Wasserbehörde der Stadt Münster bittet ausdrücklich darum, derzeit auch kleinere Entnahmen für den Eigenbedarf zu vermeiden. Das betrifft zum Beispiel Anlieger, die Wasser aus Bächen oder Flüssen für die Gartenbewässerung nutzen möchten.

Auch das Schöpfen mit Eimern oder Gießkannen soll nach dem Appell der Stadt unterlassen werden. Entscheidend ist dabei nicht nur die einzelne Entnahme, sondern die Gesamtbelastung für die Gewässer. Wenn viele Menschen gleichzeitig Wasser entnehmen, kann sich die Situation für die betroffenen Bäche und Flüsse weiter verschlechtern.

Weitere Maßnahmen im Münsterland möglich

Die Wasserbehörden im Münsterland beobachten die Entwicklung der Pegelstände weiter. Beteiligt sind Kreise, kreisfreie Städte und die Bezirksregierung. Nach Angaben der Stadt Münster beraten sich die Behörden regelmäßig über mögliche weitere Schritte.

Dazu könnte auch eine Allgemeinverfügung gehören. Eine solche Verfügung kann Wasserentnahmen einschränken oder vollständig verbieten, um die Gewässer zu schützen. Im vergangenen Jahr gab es bereits entsprechende Maßnahmen. Auch im Umland wurden laut Stadt bereits erste Allgemeinverfügungen erlassen, unter anderem im Kreis Borken.

Stadt appelliert an Rücksicht auf Natur und Gewässer

Mit dem aktuellen Hinweis setzt die Stadt Münster zunächst auf einen Appell. Bürger sollen freiwillig darauf verzichten, Wasser aus Bächen und Flüssen zu entnehmen. Ziel ist es, die ohnehin geschwächten Gewässer nicht zusätzlich zu belasten.

Ob es auch in Münster zu einem offiziellen Verbot kommt, hängt von der weiteren Entwicklung der Pegelstände ab. Klar ist aber schon jetzt: Die Wasserentnahme in Münster bleibt wegen der Trockenheit ein sensibles Thema.

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