Lyriden über Münster: Gute Aussicht auf Sternschnuppen in der Nacht

Sind die Lyriden heute in Münster zu sehen? So gut stehen die Chancen auf Sternschnuppen in der Nacht.
Foto: Markus Partoll

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Wer in Münster heute Nacht nach Sternschnuppen schauen will, hat durchaus Chancen. Die Lyriden erreichen rund um den 21. und 22. April ihr jährliches Maximum. Astronomische Quellen rechnen dann meist mit etwa 10 bis 20 Meteoren pro Stunde unter dunklem Himmel. Für Beobachter in Deutschland gelten vor allem die Stunden nach Mitternacht bis zur Morgendämmerung als günstig. Auch die Mondphase spielt 2026 mit, denn der Mond ist nur schwach beleuchtet und stört die Sicht deutlich weniger als in vielen anderen Jahren.

Lyriden-Sternschnuppen: Wie gut die Chancen in Münster wirklich sind

Grundsätzlich lassen sich die Lyriden auch über Münster beobachten. Entscheidend ist aber, wie dunkel der Himmel am Beobachtungsort ist. In der Stadt selbst schränken Straßenbeleuchtung und aufgehellter Himmel die Sicht ein. Wer mehr sehen will, hat am Stadtrand oder im dunkleren Umland die besseren Chancen. Für Münster spricht heute außerdem die Wetterlage: Am Abend und in der Nacht wird klares Wetter erwartet.

Gute Sichtbedingungen dank schwachem Mondlicht

Ein wichtiger Faktor für Sternschnuppen-Nächte ist zudem das Mondlicht. 2026 sieht es für Beobachter vergleichsweise gut aus: Laut American Meteor Society ist der Mond in der Peak-Nacht nur zu rund 27 Prozent beleuchtet. Dadurch fällt die Lichtstörung deutlich geringer aus als in Jahren mit hellem Voll- oder zunehmendem Mond. Wer außerhalb von Städten auf einen möglichst dunklen Beobachtungsort ausweichen kann, hat deshalb die besten Chancen, auch schwächere Meteore zu sehen.

Was hinter dem Meteorschauer steckt

Die Lyriden gehören zu den ältesten dokumentierten Meteorschauern überhaupt. Überlieferte Beobachtungen reichen nach NASA-Angaben bis ins Jahr 687 vor Christus zurück. Ursache sind Staub- und Gesteinspartikel des Kometen C/1861 G1 Thatcher, die die Erde auf ihrer Umlaufbahn kreuzt. Beim Eintritt in die Atmosphäre verglühen diese Teilchen und werden als Sternschnuppen sichtbar. Die Meteore sind schnell unterwegs und erreichen Geschwindigkeiten von rund 47 bis 50 Kilometern pro Sekunde, also etwa 170.000 bis 180.000 Kilometer pro Stunde.

Wann und wo der Blick nach oben sich lohnt

Am besten sind die Chancen in der zweiten Nachthälfte. Dann steht der Radiant, also der scheinbare Ursprung der Sternschnuppen, höher am Himmel. Er liegt im Bereich des Sternbilds Leier nahe dem hellen Stern Vega und ist damit vor allem auf der Nordhalbkugel gut zu beobachten. Wichtig ist aber nicht, nur diesen Punkt anzuschauen. Sternschnuppen können in weiten Teilen des Himmels auftauchen. Wer einen dunklen Ort wählt und dem Himmel etwas Zeit gibt, sieht meist mehr. Gelegentlich sind auch besonders helle Meteore, sogenannte Fireballs, dabei.

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