
Münster. Die Stadt Münster plant eine umfassende Erweiterung der Kläranlage auf der Kanalinsel in Hiltrup. Ziel ist es, die Kapazitäten der Anlage zu erhöhen und eine vierte Reinigungsstufe zu integrieren. Damit soll künftig auch Mikroplastik und durch den Menschen eingebrachte Spurenstoffe effizienter aus dem Abwasser entfernt werden. Die Erweiterung der Kläranlage Hiltrup ist Teil des städtischen Abwasserbeseitigungskonzepts und gilt als entscheidender Schritt für den Gewässerschutz und die Einhaltung künftiger Umweltstandards.
Der geplante Ausbau ist jedoch derzeit nicht genehmigungsfähig. Grund dafür ist der gültige Bebauungsplan Hiltrup 13 aus dem Jahr 1970. Dieser lässt die beabsichtigten Maßnahmen im bestehenden Geltungsbereich der Kanalinsel nicht zu. Deshalb soll der Bebauungsplan nun aufgehoben werden. Durch die Aufhebung entfällt die planungsrechtliche Bindung. Künftige Baumaßnahmen im Bereich der Kläranlage Hiltrup werden dann auf Grundlage des allgemeinen Baurechts für den unbeplanten Außenbereich beurteilt.
Die Stadt Münster stellt ab dem 21. Juli 2025 sämtliche relevanten Unterlagen online zur Verfügung. Diese beinhalten die Begründung zur Aufhebung des Bebauungsplans sowie umweltbezogene Informationen. Die Dokumente sind bis einschließlich 29. August auf der Website der Stadt unter www.stadt-muenster.de/stadtplanung abrufbar. Zusätzlich liegen sie im Kundenzentrum des Stadthauses 3 am Albersloher Weg öffentlich aus. Dort sind sie montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 13 Uhr einsehbar.
Bürgerinnen und Bürger haben bis zum 29. August die Möglichkeit, Stellungnahmen zur Planung abzugeben. Dafür steht auf der Website ein Formular bereit. Alternativ ist auch eine Abgabe per Post, E-Mail oder persönlich zur Niederschrift möglich. Die Kontaktdaten und Informationen zur Abgabeform finden sich ebenfalls online. Für individuelle Rückfragen bietet das Stadtplanungsamt telefonische Beratung unter 0251/492-6195 an.
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