
Münster. Die Mietunterschiede in Münster gehören innerhalb Nordrhein-Westfalens zu den größten. Das geht aus einer Kurzanalyse von Information und Technik Nordrhein-Westfalen hervor. Grundlage sind Daten des Zensus 2022. Betrachtet wurden vermietete Wohnungen in Wohngebäuden ohne Wohnheime, die zum Stichtag 15. Mai 2022 erfasst waren.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lagen die innerörtlichen Unterschiede bei den Quadratmetermieten 2022 in Münster und Aachen am höchsten. Gemeint ist damit nicht der durchschnittliche Mietpreis, sondern die Spanne innerhalb einer Kommune. Die Auswertung vergleicht die günstigeren 25 Prozent der Mietverhältnisse mit den teureren 25 Prozent. In Städten wie Köln, Bonn und Siegburg zeigte sich ebenfalls eine deutliche Streuung. Dort lagen die oberen Mietpreise ungefähr 50 Prozent über den günstigeren Mietverhältnissen. Auch einzelne ländliche Kommunen, unter anderem im nördlichen Münsterland, wiesen größere Unterschiede auf.
Die Analyse benennt keine konkreten Gründe für die Mietunterschiede in Münster oder anderen Kommunen. IT.NRW weist darauf hin, dass mehrere Faktoren eine Rolle spielen können. Dazu gehören etwa Baujahr, Gebäudetyp, Wohnungsgröße, Lage, Ausstattung und die Dauer eines bestehenden Mietverhältnisses. Besonders geringe Unterschiede wurden 2022 in Werdohl und Halver festgestellt. Dort lagen die teureren 25 Prozent der Quadratmetermieten um 18,4 beziehungsweise 21,4 Prozent über den günstigeren 25 Prozent. Mietfrei überlassene Wohnungen wurden in der Auswertung nicht berücksichtigt.
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