
Münster. In Münster ist ein neuer Tagesrekord beim Trinkwasserverbrauch erreicht worden. Am Freitag, 26. Juni 2026, wurden nach Angaben der Stadtwerke Münster 70.778 Kubikmeter Trinkwasser ins Netz abgegeben. Das entspricht 70.778.000 Litern an einem einzigen Tag. Trotz der hohen Belastung blieb die Wasserversorgung stabil.
Der neue Höchstwert liegt deutlich über dem bisherigen Rekord. Dieser stammte aus dem Jahr 2000 und lag nach Angaben der Stadtwerke bei knapp unter 70.000 Kubikmetern. Am 26. Juni 2026 wurde diese Marke nun überschritten.
An normalen Tagen liegt die Trinkwasserabgabe in Münster bei etwa 44.000 bis 48.000 Kubikmetern. Der Rekordtag lag damit grob 47 bis 61 Prozent über einem üblichen Tagesverbrauch. Einen Hinweis auf Einschränkungen oder Versorgungsprobleme gab es nicht.
Die Stadtwerke Münster erklärten, dass sie auf die hohe Trinkwassernachfrage vorbereitet gewesen seien. Auch unter der besonderen Belastung sei die Versorgung stabil geblieben. Für die Stadt ist der Rekordwert ein deutliches Zeichen dafür, wie stark Hitzeperioden und trockene Tage den Wasserverbrauch beeinflussen können.
Bereits einen Tag vor dem Rekord hatten die Stadtwerke mitgeteilt, dass die Trinkwasserversorgung in Münster auch bei Hitze und längeren Trockenphasen gesichert sei. Engpässe oder Einschränkungen bestünden demnach zurzeit nicht.
Münster bezieht rund 75 Prozent seines Trinkwassers aus eigenen Wasserwerken vor Ort. Weitere 25 Prozent kommen von Gelsenwasser. Diese Mischung soll nach Angaben der Stadtwerke dazu beitragen, die Versorgungssicherheit zu stärken und Reserven für die wachsende Stadt zu schaffen.
Das Trinkwassernetz der Stadtnetze Münster ist rund 1.153 Kilometer lang. Für das Jahr 2025 nennen die Stadtnetze eine Wasserabgabe von 16,9 Millionen Kubikmetern. Der Rekordtag mit 70.778 Kubikmetern entsprach rechnerisch etwa 0,42 Prozent dieser Jahresabgabe.
An heißen Tagen steigt der Trinkwasserverbrauch in vielen Städten deutlich an. Neben dem normalen Haushaltsverbrauch kommen dann weitere Faktoren hinzu: Gärten werden bewässert, Pools befüllt, Menschen duschen häufiger und benötigen mehr Wasser zur Abkühlung.
Der neue Rekord zeigt, wie stark einzelne Hitzetage die Infrastruktur beanspruchen können. Nach Angaben der Stadtwerke war die Wasserversorgung in Münster jedoch auch an diesem Tag stabil. Für Verbraucher änderte sich dadurch nichts.
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