
Kickers Offenbach Jan Becker: Kickers Offenbach verstärkt seine Offensive mit Jan Becker vom SV Wehen Wiesbaden. Der 19 Jahre alte Angreifer kommt auf Leihbasis zum OFC und soll in der Saison 2026/27 Spielpraxis in der Regionalliga Südwest sammeln. Becker gilt als körperlich robuster Mittelstürmer mit auffälliger Torquote im Nachwuchsbereich. Für Offenbach ist der Transfer auch ein Signal: Nach einer schwierigen Vorsaison soll der Kader unter Trainer Mark Zimmermann gezielt mit entwicklungsfähigen Spielern ergänzt werden.
Kickers Offenbach hat die Verpflichtung von Jan Becker offiziell bestätigt. Der OFC leiht den Mittelstürmer vom SV Wehen Wiesbaden aus. Nach Angaben der Offenbacher erzielte Becker in den vergangenen zwei Jahren in der U19-DFB-Nachwuchsliga 34 Tore in 41 Spielen und bereitete zusätzlich 16 Treffer vor. Damit bringt der 19-Jährige eine Bilanz mit, die für einen jungen Angreifer deutlich über dem Durchschnitt liegt.
Die Leihe ist nach Angaben des SV Wehen Wiesbaden auf die Saison 2026/27 ausgelegt. Der Drittligist sieht den Wechsel als Entwicklungsschritt, weil Becker in Offenbach regelmäßig auf hohem Niveau Spielpraxis sammeln soll. SVWW-Geschäftsführer Sport Uwe Stöver erklärte sinngemäß, Becker habe sich in den vergangenen Monaten positiv entwickelt und sich erste Einsatzminuten bei den Profis verdient.
Jan Matthias Becker wurde am 12. April 2007 in Wiesbaden geboren. Nach Angaben von Transfermarkt wurde er in der Jugend des 1. FSV Mainz 05 ausgebildet, ehe er 2024 in die U19 des SV Wehen Wiesbaden wechselte. Beim SVWW machte er schnell auf sich aufmerksam und erhielt im Juli 2025 einen Profivertrag bis zum 30. Juni 2028.
Beim SVWW wurde Becker als Stürmer geführt, Transfermarkt nennt als Hauptposition Mittelstürmer und als Nebenposition Linksaußen. Auffällig sind vor allem seine physischen Daten: 1,91 Meter Größe, 87 Kilogramm Gewicht und ein klares Profil als Zielspieler im Angriffszentrum. Eine belegte U-Nationalmannschaftskarriere ist in den öffentlich auffindbaren Profilen nicht dokumentiert; geführt wird Becker als deutscher Spieler, teils zusätzlich mit belarussischer Staatsbürgerschaft.
Beckers Zahlen in der U19-DFB-Nachwuchsliga sind der zentrale Grund, warum der Transfer für Offenbach sportlich interessant ist. Bereits in seiner ersten Saison beim SVWW erzielte er laut Vereinsangaben 17 Tore in 26 Nachwuchsliga-Spielen und legte zehn weitere Treffer auf. In der Gesamtbetrachtung seit seinem Wechsel nach Wiesbaden stehen 34 Tore und 16 Vorlagen in 41 Partien.
Auch bei den Profis durfte Becker erste Erfahrungen sammeln. Der SVWW nennt fünf Einsätze in der 3. Liga und verweist auf sein Profidebüt in der abgelaufenen Saison beim Auswärtsspiel gegen den FC Ingolstadt 04. Der Marktwert des Angreifers wird bei Transfermarkt mit 100.000 Euro angegeben, Stand der dortigen Aktualisierung vom 29. Mai 2026.
OFC-Geschäftsführer Sport Martin Pieckenhagen ordnet Becker als jungen Spieler mit regionalem Bezug und klarem Entwicklungspotenzial ein. In der Vereinsmitteilung hebt Pieckenhagen vor allem Beckers Torquote, seine körperliche Präsenz, seine Spielweise und seine Wirkung vor dem gegnerischen Tor hervor. Damit beschreibt der OFC ein Anforderungsprofil, das im Regionalliga-Alltag besonders wertvoll sein kann: Robustheit, Strafraumpräsenz und Abschlussstärke.
Becker selbst wird vom OFC mit der Aussage zitiert, er habe große Lust auf die Aufgabe in Offenbach und wolle jede Minute nutzen, um sich weiterzuentwickeln und der Mannschaft zu helfen. Für den Spieler ist die Leihe damit eine klassische Bewährungsstation: Er bleibt langfristig an Wehen Wiesbaden gebunden, soll aber beim OFC den Schritt vom erfolgreichen U19-Torjäger zum regelmäßigen Seniorenspieler schaffen.
Kickers Offenbach geht auch in der Saison 2026/27 in der Regionalliga Südwest an den Start. Die vergangene Spielzeit verlief für den Traditionsverein enttäuschend: Der OFC beendete die Saison 2025/26 auf Rang 14 mit 43 Punkten aus 34 Spielen und einem Torverhältnis von 57:58. Damit blieb Offenbach deutlich hinter höheren Erwartungen zurück und musste lange den Blick nach unten richten.
Trainer Mark Zimmermann bleibt dennoch auch in der Saison 2026/27 verantwortlich. Der OFC hatte im Mai bestätigt, dass Zimmermann nach seiner Übernahme im März weitermacht; laut Verein stabilisierte er die Mannschaft im Saisonendspurt und holte 14 Punkte aus acht Partien. Becker passt in diese Neuausrichtung: Er ist kein fertiger Startransfer, sondern ein entwicklungsfähiger Angreifer, der dem OFC mehr Tiefe, Körperlichkeit und Konkurrenz im Sturmzentrum geben soll.
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