
Holstein Kiel verpflichtet Giorgi Kvilitaia: Holstein Kiel hat den georgischen Angreifer Giorgi Kvilitaia verpflichtet und damit weitere Erfahrung für die Offensive geholt. Der 32 Jahre alte Mittelstürmer kommt vom französischen Erstliga-Absteiger FC Metz an die Förde. Kvilitaia unterschreibt bei der KSV einen Vertrag bis mindestens Sommer 2027. Für Kiel ist der Transfer ein klares Signal: Nach einer unruhigen Zweitliga-Saison soll der Angriff körperlicher, erfahrener und variabler werden.
Giorgi Kvilitaia wechselt vom FC Metz zu Holstein Kiel. Der georgische Nationalspieler bringt ein Profil mit, das im aktuellen Kader der Störche vor allem als klassische Neuner-Option wichtig werden kann. Kvilitaia ist 1,93 Meter groß, rechtsfüßig und auf der Position des Mittelstürmers zuhause. Sein Vertrag in Kiel läuft nach Vereinsangaben bis mindestens 2027.
Der Transfer passt zur Kaderplanung der KSV nach dem gesicherten Klassenerhalt in der 2. Bundesliga. Kiel geht in die Saison 2026/27 weiterhin als Zweitligist und nicht als Drittligist. Auf der Trainerbank steht Tim Walter, der nach seiner Rückkehr im Februar den Absturz in die 3. Liga verhindern konnte und inzwischen auch für die kommende Saison bestätigt ist.
Kvilitaia kommt nicht als Perspektivspieler, sondern als erfahrener Profi. In seiner Laufbahn hat der Angreifer rund 400 Pflichtspiele auf nationaler und internationaler Ebene bestritten. Dazu kommen 44 Länderspiele für Georgien, in denen er sieben Tore erzielte. Er war damit über Jahre Teil einer Nationalmannschaft, die sich zuletzt auch international stärker in den Fokus gespielt hat.
Sportlich steht Kvilitaia für ein klares Stürmerprofil. Er ist ein physisch präsenter Zielspieler, der Bälle festmachen, Duelle im Strafraum führen und mit seiner Größe bei Flanken gefährlich werden kann. Für eine Mannschaft unter Tim Walter kann diese Komponente wichtig sein, weil Kiel damit im letzten Drittel eine klarere Anspielstation bekommt. Zugleich bringt der Georgier Erfahrung in engen Spielen und in unterschiedlichen Ligen mit.
Geboren wurde Giorgi Kvilitaia am 1. Oktober 1993 in Abasha in Georgien. Seine fußballerische Laufbahn begann in seiner Heimat, unter anderem bei Sasco Tbilisi und später bei Dinamo Tbilisi. Dort machte er früh mit Toren auf sich aufmerksam und wurde in Georgien Meister sowie Pokalsieger. Der Schritt ins Ausland führte ihn zunächst nach Ungarn und später nach Österreich.
Besonders bekannt wurde Kvilitaia im deutschsprachigen Raum durch seine Zeit bei Rapid Wien. Anschließend spielte er für KAA Gent in Belgien, Anorthosis Famagusta, APOEL Nikosia und Aris Limassol auf Zypern. Anfang 2026 wechselte er nach Frankreich zum FC Metz. Eine feste Station bei AS Saint-Étienne ist in den geprüften Karriereprofilen nicht ausgewiesen.
Beim FC Metz kam Kvilitaia erst im Februar 2026 dazu. In der Ligue 1 absolvierte er in der Saison 2025/26 zehn Spiele, davon fünf von Beginn an. Dabei erzielte er zwei Tore und gab keine Vorlage. Seine Treffer fielen im April gegen Paris FC und Le Havre. Den Abstieg von Metz in die Ligue 2 konnte der Angreifer nicht verhindern.
Für Kiel ist diese Bilanz trotzdem nicht ohne Wert. Kvilitaia kam aus einer laufenden Saison, musste sich kurzfristig an eine neue Liga gewöhnen und traf dennoch zweimal in Frankreichs höchster Spielklasse. Zuvor hatte er bei Aris Limassol in Zypern regelmäßig gespielt und getroffen. Sein aktueller Marktwert wird von Transfermarkt auf rund 900.000 Euro taxiert.
Holstein Kiel verpflichtet mit Kvilitaia keinen jungen Entwicklungsspieler, sondern einen Stürmer, der sofort Verantwortung übernehmen soll. Nach der schwierigen Vorsaison braucht die KSV mehr Stabilität, mehr Präsenz und mehr Verlässlichkeit im Angriff. Genau dafür steht der Georgier: Er kann als Zielspieler dienen, Räume für nachrückende Offensivspieler öffnen und bei Standards zusätzliche Gefahr erzeugen.
Der Wechsel ist zugleich ein Hinweis auf die neue Ausrichtung im Kieler Kader. Nach dem Klassenerhalt unter Tim Walter soll die kommende Saison ruhiger und klarer geplant werden. Kvilitaia bringt dafür nicht nur Torerfahrung, sondern auch Führungsqualität mit. Ob er auf Anhieb Stammspieler wird, hängt von Form, Fitness und Konkurrenzsituation ab. Klar ist aber: Holstein Kiel erweitert seinen Angriff um ein Profil, das im Zweitliga-Alltag sehr wertvoll sein kann.
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