Nach Reizgas am Schulzentrum Wolbeck richtet sich der Verdacht gegen zwei Jugendliche

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Symbolbild: Caroline Muffert

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Münster. Ein Reizgasvorfall am Schulzentrum Wolbeck hat vor dem Pfingstwochenende Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei beschäftigt. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler meldeten danach Beschwerden. Nach den vorliegenden Angaben wurden elf Personen als leicht verletzt eingestuft. Die Polizei führt inzwischen ein Ermittlungsverfahren gegen zwei Jugendliche.

Viele Beschwerden nach Vorfall im Bereich der Mensa

Der Vorfall ereignete sich nach bisherigen Angaben im Bereich der Mensa. Dort soll ein Reizstoff versprüht worden sein. Anschließend klagten viele Schülerinnen und Schüler über typische Beschwerden wie Atemwegsreizungen, Husten, gereizte Augen und Schwellungen.

Insgesamt wurden 87 Schülerinnen und Schüler mit Beschwerden gemeldet. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit einem größeren Kräfteansatz vor Ort. Nach den bekannten Angaben rückten 20 Fahrzeuge mit 55 Einsatzkräften zum Schulzentrum Wolbeck aus. Die betroffenen Schulgebäude wurden kontrolliert.

Ermittlungen gegen zwei Jugendliche laufen

Im Zusammenhang mit dem Reizgasvorfall richtet sich der Verdacht gegen zwei Schüler der Hauptschule Wolbeck. Sie sind nach den vorliegenden Angaben 14 und 16 Jahre alt. Gegen sie wird wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung ermittelt.

Bei dem verwendeten Reizstoff soll es sich um ein frei erhältliches Pfefferspray auf Chili-Basis gehandelt haben. Solche Sprays werden häufig als Tierabwehrsprays verkauft. Gegen Menschen dürfen sie grundsätzlich nur in einer echten Notwehrsituation eingesetzt werden. Ohne eine solche Lage kann der Einsatz strafrechtliche Konsequenzen haben.

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