Nach schwerem Start: Frühgeborenes aus Münster darf nach Hause

Franziskus Münster
Die Eltern Nertila Jorgji und Orgest Malka mit ihrem Sohn Osmanol, der mit einem Geburtsgewicht von nur 375 Gramm zur Welt kam. Dr. Meike Franssen (links), Chefärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am St. Franziskus-Hospital, und Pränatalmedizinerin Iris van Deest freuen sich mit den Eltern über die gute Entwicklung des kleinen Frühchens.

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Münster. Ein Frühgeborenes aus dem St. Franziskus-Hospital in Münster ist nach rund vier Monaten stationärer Behandlung in die Familie entlassen worden. Der Junge kam bereits am 19. September 2025 in der Schwangerschaftswoche 24+3 zur Welt und wog bei der Geburt nach Krankenhausangaben nur 375 Gramm.

Kritische Lage vor der Geburt führte zur frühen Entbindung

Ausgangspunkt war eine auffällige Untersuchung in der Schwangerschaft. Weil das Kind im Ultraschall zu klein wirkte, stellte sich die Mutter in der Pränatalmedizin am Bült zu einem erweiterten Organscreening vor. Dort wurde nach Angaben des Krankenhauses eine Plazentainsuffizienz festgestellt. Das Kind sei dadurch stark unterversorgt gewesen und habe sich verlangsamt entwickelt. Zwei Tage später wurde der Junge im St. Franziskus-Hospital entbunden.

Das Krankenhaus verweist darauf, dass Geburten mit einem Gewicht unter 400 Gramm auch in einer auf Frühgeborene spezialisierten Klinik selten seien. Das St. Franziskus-Hospital ist als Perinatalzentrum Level 1 ausgewiesen und übernimmt damit auch die Versorgung sehr früher Frühgeburten.

Vier Monate Behandlung und weitere Nachsorge nach der Entlassung

Nach der Geburt musste das Kind eine schwierige Zeit auf der Station überstehen. Nach Angaben des behandelnden Teams kam es im Verlauf unter anderem zu zwei Infektionen. Auch die Entwicklung der noch unreifen Netzhaut bereitete Probleme. Inzwischen lebt der Junge mit seinen Eltern in Warendorf.

Ganz abgeschlossen ist die medizinische Begleitung aber noch nicht. Nach Angaben des Krankenhauses gehören weiterhin Nachsorgetermine, Physiotherapie und weitere Untersuchungen zum Alltag der Familie. Bei einem späteren Termin im Hospital habe sich das Team über die Entwicklung des Kindes und das Wiedersehen mit der Familie gefreut.

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