Nur Düsseldorf ist teurer: Münster bleibt bei neuen Wohnungen fast NRW-Spitze

Nur Düsseldorf ist teurer: Münster bleibt bei neuen Wohnungen fast NRW-Spitze
Foto: Caroline Muffert

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Münster. Wer in Münster eine neue Eigentumswohnung kaufen will, muss weiter tief in die Tasche greifen. Nach dem Grundstücksmarktbericht Nordrhein-Westfalen 2026 wurden für Erstverkäufe in mittleren Wohnlagen durchschnittlich 6.615 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Damit liegt Münster landesweit auf Platz zwei hinter Düsseldorf.

Der Bericht wertet die Kaufverträge des Jahres 2025 aus und zeigt zugleich, dass sich der Immobilienmarkt in Nordrhein-Westfalen insgesamt wieder belebt hat. Sowohl die Zahl der Verkäufe als auch die Umsätze legten deutlich zu. Gleichzeitig zogen die Preise in vielen Bereichen wieder an.

Münster bei neuen Eigentumswohnungen weiterhin besonders teuer

Bei neu errichteten Eigentumswohnungen zählt Münster zu den teuersten Städten Nordrhein-Westfalens. Für den Erstverkauf in mittlerer Lage nennt der Bericht einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 6.615 Euro. Nur Düsseldorf lag mit rund 7.040 Euro pro Quadratmeter höher. Dahinter folgen Köln mit 6.490 Euro und Bonn mit 6.295 Euro. Damit liegt Münster sogar vor zwei der größten Städte des Landes.

Die Zahlen beziehen sich allerdings nicht auf sämtliche Eigentumswohnungen. Entscheidend ist, dass es sich um Erstverkäufe und um Objekte in mittleren Wohnlagen handelt. Bestandswohnungen oder besonders gute beziehungsweise einfache Wohnlagen können deutlich von diesen Werten abweichen. Landesweit stiegen die Preise für Eigentumswohnungen 2025 um sieben Prozent. Gleichzeitig wurden elf Prozent mehr Wohnungen verkauft als ein Jahr zuvor. Der Geldumsatz in diesem Teilmarkt nahm sogar um 19 Prozent zu.

Damit zeigt sich auch für Münster ein Umfeld, in dem Immobilien wieder stärker gehandelt werden. Wie sich die konkrete Preisentwicklung innerhalb der Stadt zwischen einzelnen Vierteln unterscheidet, lässt sich aus den landesweiten Vergleichszahlen allerdings nicht ablesen.

Immobilienmarkt in NRW zieht wieder deutlich an

Insgesamt registrierten die Gutachterausschüsse in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 rund 124.200 Kaufverträge für Grundstücke, Häuser und Wohnungs- beziehungsweise Teileigentum. Das waren etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Der Geldumsatz stieg auf 46,01 Milliarden Euro und damit um rund 13 Prozent. Auch bei bebauten Grundstücken nahm die Zahl der Verkäufe zu. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden im Landesdurchschnitt drei Prozent teurer, während der Geldumsatz in diesem Bereich um 13 Prozent wuchs.

Auch unbebaute Grundstücke wechselten häufiger den Eigentümer. Die Zahl der Verkäufe stieg dort um 18 Prozent. Bei Grundstücken für den individuellen Wohnungsbau erhöhten sich die Preise im Landesdurchschnitt um zwei Prozent. Besonders groß bleiben die Unterschiede zwischen den Regionen. Bauland in mittleren Wohnlagen kostet in Düsseldorf laut Bericht rund 1.100 Euro pro Quadratmeter. In einzelnen ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens liegen die Preise dagegen noch unter 50 Euro.

Der Grundstücksmarktbericht wird jährlich vom Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Nordrhein-Westfalen erstellt. Grundlage sind die ausgewerteten Kaufverträge der örtlichen Gutachterausschüsse. Der aktuelle Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025.

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