200 Jahre Landgestüt: Warendorf feiert das große Finale mit Pferden und Paraden

200 Jahre Landgestüt: Warendorf feiert das große Finale mit Pferden und Paraden
Raphael Wicker

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Warendorf. Mit den traditionellen Hengstparaden geht das Jubiläumsjahr des Nordrhein-Westfälischen Landgestüts in Warendorf in seine Schlussphase. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen eröffnete am Samstag, 19. September, die diesjährigen Veranstaltungen. Eine Woche später folgt mit der „Parade bei Nacht“ ein weiterer Höhepunkt.

Das Landgestüt feiert 2026 sein 200-jähriges Bestehen. Seit Februar gab es deshalb zahlreiche Sonderveranstaltungen. Nun rücken noch einmal Pferdezucht, Reitkunst und Fahrtradition in den Mittelpunkt.

Hengstparaden zeigen Reitkunst und Pferdezucht in Warendorf

Bei den Hengstparaden präsentiert das Landgestüt verschiedene Elemente seiner Arbeit. Dazu gehören Reitvorführungen, Quadrillen, Formationen und Fahrschaubilder mit Kutschen. Gleichzeitig sollen die Veranstaltungen zeigen, wie sich Pferdezucht und Ausbildung in den vergangenen zwei Jahrhunderten verändert haben. Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen hob bei der Eröffnung nach Angaben des Landes besonders die Verbindung von Tradition und moderner Pferdezucht hervor. Das Landgestüt habe sich seit seiner Gründung im Jahr 1826 stark gewandelt. Ursprünglich gehörte auch die Bereitstellung von Kavalleriepferden zu seinen Aufgaben. Heute stehen Zucht, Ausbildung und die Vermittlung klassischer Reit- und Fahrlehre im Vordergrund.

Besucher können das Gelände bereits vor Beginn der Vorführungen erkunden. Bei den Hengstparaden öffnen die Tore um 11 Uhr, das eigentliche Programm beginnt um 14 Uhr und dauert bis etwa 17.30 Uhr. Rund um den Paradeplatz gibt es zudem gastronomische Angebote. Außerdem können Gäste Teile des historischen Gestütsgeländes und die denkmalgeschützten Stallungen besichtigen.

Parade bei Nacht bildet nächsten Höhepunkt in Warendorf

Ganz beendet ist das Jubiläumsprogramm mit der ersten Hengstparade noch nicht. Am Samstag, 26. September, folgt die „Parade bei Nacht“. Das Gelände öffnet dann bereits um 16 Uhr, während das Programm um 19 Uhr beginnt.

Damit nähert sich ein Veranstaltungsjahr seinem Ende, das im Februar begonnen hatte. Zu den bisherigen Programmpunkten gehörten unter anderem die Warendorfer Frühlingslichter. Nach Angaben des Landes kamen dazu mehr als 20.000 Besucher auf das beleuchtete Gestütsgelände. Auch eine Jubiläums-Symphonie gehörte zum Programm. Dabei wurden Reitvorführungen mit Live-Musik der Kölner Symphoniker verbunden.

Das Landgestüt beschäftigt nach Angaben des Landes rund 65 Mitarbeiter und bietet 22 Ausbildungsplätze. Es gehört damit zu den größeren staatlichen Gestüten in Europa. Neben Pferdezucht und Hengstleistungsprüfungen ist auch die Deutsche Reitschule auf dem Gelände angesiedelt. Gegründet wurde das Gestüt 1826 als Preußisch-Rheinisch-Westphälisches Landgestüt. Heute gehört es zum nordrhein-westfälischen Landwirtschaftsministerium. Neben seinen Aufgaben in Zucht und Ausbildung ist die Anlage zugleich ein wichtiger Veranstaltungsort für Warendorf und das Münsterland.

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