
Münster. Der SC Preußen Münster 06 ist künftig nicht nur Fußballclub, sondern auch anerkannter Ausbildungsbetrieb. Der Verein hat mit Matheus Sobek erstmals einen Auszubildenden zum Kaufmann im E-Commerce eingestellt, wie die IHK Nord Westfalen mitteilt.
Damit erweitert der Traditionsverein sein Profil über den Profisport hinaus. Die IHK übergab dem Club im Preußenstadion die Urkunde als anerkannter Ausbildungsbetrieb. Für Münster ist das auch ein Signal an andere Unternehmen, denn die duale Ausbildung bleibt ein zentraler Baustein gegen den Fachkräftemangel.
Preußen Münster hat mit Matheus Sobek eine neu geschaffene Ausbildungsstelle besetzt. Er beginnt beim Verein eine Ausbildung zum Kaufmann im E-Commerce. Damit setzt der Club erstmals auf diesen Ausbildungsberuf, der digitale Geschäftsprozesse, Online-Handel und kaufmännische Abläufe miteinander verbindet. Gerade für einen Profiverein kann dieser Bereich wichtig werden, weil Ticketing, Fanshop, digitale Kommunikation und Vermarktung zunehmend online stattfinden.
Die IHK Nord Westfalen übergab dem Verein dazu die Urkunde als anerkannter Ausbildungsbetrieb. Carsten Taudt, Geschäftsbereichsleiter Bildung und Fachkräftesicherung bei der IHK, überreichte die Auszeichnung an Philipp Deipenbrock aus der Preußen-Geschäftsführung. Nach Angaben der IHK steht die Anerkennung nicht nur für den Club selbst, sondern auch stellvertretend für Betriebe in Münster und Nord-Westfalen, die jungen Menschen eine berufliche Perspektive bieten.
Für Sobek ist der Schritt zugleich eine persönliche Neuorientierung. Während seines Studiums kamen ihm Zweifel, ob der universitäre Weg der richtige für ihn ist. Deshalb entschied er sich für die duale Ausbildung. Laut IHK sieht er im Beruf des Kaufmanns im E-Commerce eine gute Verbindung zu seinen Interessen, weil ihn digitale Prozesse und Online-Handel besonders ansprechen.
Die Urkundenübergabe fand bei der Auftaktveranstaltung „Spielplan Zukunft“ im Preußenstadion statt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der nordrhein-westfälischen Landesregierung und der Fußball-Bundesligisten in NRW. Ziel ist es, berufliche Orientierung und Ausbildung stärker sichtbar zu machen. Außerdem soll jungen Menschen gezeigt werden, dass die duale Ausbildung ein attraktiver Einstieg ins Berufsleben sein kann.
Für Preußen Münster ist die neue Ausbildungsstelle auch ein Schritt in Richtung langfristiger Personalentwicklung. Philipp Deipenbrock erklärte laut IHK, der Verein wolle jungen Menschen eine qualifizierte Ausbildung ermöglichen. Außerdem hoffe der Club, dass Sobek auch nach erfolgreichem Abschluss im Verein bleibt. Damit wird deutlich, dass die Ausbildung nicht nur als gesellschaftliches Signal verstanden wird, sondern auch als Möglichkeit, eigene Fachkräfte aufzubauen.
Die IHK Nord Westfalen verweist in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der dualen Ausbildung für die Fachkräftesicherung. Gerade in Zeiten, in denen viele Branchen Schwierigkeiten haben, qualifiziertes Personal zu finden, können Ausbildungsplätze ein wichtiger Weg sein, Nachwuchs früh an Betriebe zu binden. Das Beispiel Preußen Münster soll nach Ansicht der IHK deshalb auch andere Unternehmen motivieren, eigene Ausbildungsangebote zu schaffen oder auszubauen.
Die Anerkennung von Preußen Münster als Ausbildungsbetrieb zeigt, wie breit die duale Ausbildung inzwischen aufgestellt ist. Sie betrifft längst nicht nur klassische Industrie-, Handwerks- oder Handelsunternehmen. Auch Vereine, Dienstleister und Organisationen mit professionellen Strukturen können Ausbildungsplätze schaffen, wenn die fachlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Für Münster ist das relevant, weil der Arbeitsmarkt auch hier auf gut qualifizierte Nachwuchskräfte angewiesen ist.
Der Ausbildungsberuf Kaufmann im E-Commerce passt besonders zu Entwicklungen, die viele Unternehmen betreffen. Online-Vertrieb, digitale Kundenkommunikation, Datenpflege und digitale Prozesse spielen in immer mehr Bereichen eine Rolle. Deshalb kann eine E-Commerce Ausbildung in Münster für junge Menschen eine Alternative sein, wenn sie kaufmännisch arbeiten möchten, aber zugleich Interesse an digitalen Themen haben.
Die IHK Nord Westfalen begleitet Unternehmen nach eigenen Angaben mit individueller Ausbildungsberatung auf dem Weg zum anerkannten Ausbildungsbetrieb. Dazu gehören Informationen zu Voraussetzungen, Berufsbildern und Abläufen. Für junge Menschen bietet die duale Ausbildung zugleich einen praktischen Einstieg in den Beruf, weil sie betriebliche Erfahrung mit theoretischem Unterricht verbindet.
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