
Endometriose ist in Münster Thema einer kostenlosen Informationsveranstaltung im Clemenshospital. Das zertifizierte Endometriosezentrum lädt am Mittwoch, 6. Mai, um 16 Uhr Betroffene, Angehörige und Interessierte an den Düesbergweg 124 ein. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Veranstaltung richtet sich an Menschen, die sich über Beschwerden, Diagnosewege und Behandlungsmöglichkeiten informieren möchten. Dabei steht besonders die Frage im Mittelpunkt, warum Endometriose häufig mit starken Schmerzen verbunden ist und weshalb die Erkrankung im Alltag vieler Betroffener erhebliche Einschränkungen verursachen kann.
Das Endometriosezentrum des Clemenshospitals, das zum Alexianer-Verbund gehört, will mit der Veranstaltung mehr Orientierung zu einer gynäkologischen Erkrankung geben, die oft erst spät erkannt wird. Endometriose kann sehr unterschiedliche Beschwerden auslösen. Deshalb ist eine frühe fachliche Einordnung für viele Betroffene wichtig.
Nach Angaben der Ludgerus-Kliniken Münster informieren Expertinnen und Experten bei dem Termin über Ursachen, Symptome und moderne Möglichkeiten der Diagnostik. Außerdem geht es um die Frage, welche Behandlungswege heute zur Verfügung stehen. Vorgestellt werden konservative Ansätze wie Hormontherapien und Schmerztherapien. Darüber hinaus werden auch operative Verfahren erläutert.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit verschiedener medizinischer Fachrichtungen. Denn Endometriose betrifft nicht nur einzelne Beschwerden, sondern häufig die gesamte Lebenssituation der Patientinnen. Deshalb sollen individuelle Therapiekonzepte im Mittelpunkt stehen, die sich an den konkreten Bedürfnissen der Betroffenen orientieren.
Neben den medizinischen Informationen bietet die Veranstaltung im Clemenshospital Münster auch Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Teilnehmende können Fragen stellen und direkt mit den Spezialistinnen und Spezialisten ins Gespräch kommen. Gerade bei Endometriose kann das wichtig sein, weil viele Betroffene lange nach einer Erklärung für ihre Beschwerden suchen.
Ziel des Termins ist es, Unsicherheiten abzubauen und das Bewusstsein für Endometriose zu stärken. Die Erkrankung ist zwar häufig, wird aber nach wie vor nicht immer früh erkannt. Deshalb kann eine gut verständliche Aufklärung helfen, Symptome besser einzuordnen und mögliche Behandlungsschritte zu besprechen.
Die Infoveranstaltung „Endometriose und Schmerz“ beginnt am Mittwoch, 6. Mai, um 16 Uhr im Clemenshospital am Düesbergweg 124 in Münster. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Als Quelle dient die Mitteilung der Ludgerus-Kliniken Münster GmbH.
Ergänzend zur Informationsveranstaltung im Clemenshospital greift auch die Universität Münster das Thema Endometriose aktuell auf. In einer neuen Folge des Wissenschaftspodcasts „Umdenken“ spricht die Schmerzforscherin Prof. Dr. Esther Pogatzki-Zahn über die Erkrankung, ihre Folgen und offene Fragen in der Forschung. Die Wissenschaftlerin arbeitet an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums Münster und beschäftigt sich mit der Entstehung und Chronifizierung von Schmerzen.
Im Podcast ordnet Pogatzki-Zahn auch den deutlichen Anstieg der Diagnosen ein. Nach Angaben der Universität Münster ist die Zahl der Frauen mit diagnostizierter Endometriose zwischen 2005 und 2024 von rund 230.000 auf gut 510.000 gestiegen. Die Forscherin bewertet diese Entwicklung positiv, weil Symptome heute häufiger und früher erkannt würden. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass es in der Forschung weiterhin viele offene Fragen gibt. Auch in der medizinischen Ausbildung sieht sie Nachholbedarf. Der Podcast ist auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und über die Website der Universität Münster abrufbar.
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