
In Münster fließen 2026 mehr als 4,6 Millionen Euro in den Radverkehr Münster. Das Geld stammt aus dem Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen und soll in mehrere Projekte im Stadtgebiet investiert werden, darunter neue Radwege, eine Fahrradstraße, zusätzliche Abstellplätze und Maßnahmen für mehr Sicherheit an Querungen.
Wie aus den Angaben zum Förderpaket hervorgeht, gehört Münster damit zu den Kommunen, die besonders stark von den Landesmitteln profitieren. Gefördert werden Vorhaben in unterschiedlichen Stadtteilen, von Handorf über Kinderhaus bis in den Bereich Zentrum Nord. Für Münster ist das relevant, weil der Radverkehr Münster hier seit Jahren eine zentrale Rolle im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit und im innerstädtischen Verkehr spielt.
Der größte Teil der Fördersumme verteilt sich auf mehrere konkrete Einzelmaßnahmen. Besonders stark unterstützt wird der Neubau des Geh- und Radwegs an der Hobbeltstraße in Handorf. Dafür sind 1.461.600 Euro vorgesehen. Ebenfalls viel Geld fließt in den Radweg am Heumannsweg zwischen Albersloher Weg und Lindberghweg. Für dieses Projekt sind 1.343.400 Euro eingeplant. Hinzu kommt der Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse zwischen Grevener Straße und Zentrum Nord mit 664.700 Euro.
Darüber hinaus soll auch die Piusallee als Fahrradstraße ausgebaut werden. Für den Abschnitt zwischen Niedersachsenweg und Hoher Heckenweg sind 456.000 Euro vorgesehen. Weitere 510.000 Euro fließen in den dritten Bauabschnitt für 2.000 zusätzliche Fahrradabstellplätze im Stadtgebiet. Damit soll nicht nur das Angebot für Radfahrende verbessert werden. Die Maßnahme könnte auch helfen, Gehwege und öffentliche Flächen zu entlasten, wenn Fahrräder geordneter abgestellt werden können.
Außerdem sind 127.100 Euro für eine Querungshilfe an der Kristiansandstraße in Kinderhaus eingeplant. 50.000 Euro sind zusätzlich für Öffentlichkeitsarbeit im Bereich Nahmobilität vorgesehen. Insgesamt zeigt die Verteilung, dass das Land beim Radverkehr Münster nicht nur auf neue Strecken setzt, sondern auch auf Sicherheit, Erreichbarkeit und die bessere Organisation des Radverkehrs im Alltag.
Für Münster hat diese Förderung eine besondere Bedeutung, weil die Stadt seit Jahren als Fahrradstadt wahrgenommen wird, gleichzeitig aber an vielen Stellen weiter in Infrastruktur investieren muss. Mehr Menschen auf dem Rad bedeuten nicht automatisch, dass das Netz überall leistungsfähig genug ist. Gerade bei Pendelverbindungen, an Knotenpunkten und bei sicheren Querungen gibt es immer wieder Diskussionen über Engstellen, Konflikte mit dem Autoverkehr und zu wenig Platz für abgestellte Fahrräder.
Das Land stellt 2026 nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 172 Millionen Euro für den Radverkehr bereit. Davon entfallen 98 Millionen Euro auf die Kommunen. Münster erhält mit rund 4,61 Millionen Euro einen bemerkenswerten Anteil dieses Programms. Das zeigt, welchen Stellenwert der Radverkehr Münster im Ausbau der Nahmobilität aus Sicht des Landes einnimmt. Laut den Angaben zum Programm wurden die Investitionen in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Während 2017 noch 12,3 Millionen Euro in den Radverkehr flossen, lag der Wert 2021 schon bei 75,3 Millionen Euro und im laufenden Jahr bei 98,2 Millionen Euro für kommunale Maßnahmen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu