
Beim Castor-Transport Ahaus verdichten sich die Hinweise auf einen weiteren Termin noch im April. Nach übereinstimmenden Medienberichten könnte am 21. April erneut ein oder mehrere Schwertransporte mit Atommüll aus Jülich Richtung Zwischenlager Ahaus aufbrechen. Offiziell bestätigt ist der Termin bislang nicht.
Weder zuständige Ministerien noch die Polizei Münster oder beteiligte Unternehmen haben den kolportierten Termin bestätigt. Zeit und Route der Transporte werden demnach geheim gehalten. Das wird mit Sicherheitsgründen begründet. Nach Medienberichten soll für den 21. April erneut eine größere Unterkunft reserviert worden sein, in der schon beim ersten Transport zahlreiche Polizeikräfte untergebracht waren.
Hintergrund ist die noch ausstehende Verlagerung weiterer Behälter von Jülich nach Ahaus. Insgesamt sollen noch 151 Atommüllbehälter transportiert werden. Die Genehmigung für den Castor-Transport Ahaus ist zunächst auf zwei Jahre befristet. Reicht dieses Zeitfenster nicht aus, kann nach Angaben aus dem Bericht eine Verlängerung um ein Jahr beantragt werden.
In Ahaus bereiten sich Gegner der Transporte bereits auf weitere Aktionen vor. Die Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ hat nach Medienberichten neue Proteste bei der Polizei angemeldet. Vorgesehen sind demnach eine symbolische Blockade an einer Kreuzung, ein Demonstrationszug durch die Stadt sowie erneut eine Mahnwache vor dem Zwischenlager.
Auch die Abläufe nach der Ankunft der Behälter bleiben aufwendig. Die bundeseigene BGZ, die das Zwischenlager in Ahaus betreibt, hatte nach dem ersten Castor-Transport Ahaus nach eigenen Angaben gut eine Woche für die Einlagerung und die technische Sicherung eines Behälters benötigt. Nach Angaben der Gesellschaft müssen sich diese Prozesse noch einspielen. Für Ahaus bedeutet das: Selbst wenn der nächste Transport bald startet, wäre die Anlieferung nur ein Teil eines deutlich längeren und personalintensiven Vorgangs.
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