
Münster. Migration, Teilhabe und gesellschaftlicher Zusammenhalt stehen ab dem 28. April in Münster im Mittelpunkt einer neuen Ringvorlesung. Das Kommunale Integrationszentrum der Stadt Münster lädt im Sommersemester 2026 zu sechs kostenlosen Vorträgen ein, die aktuelle Fragen rund um das Leben in der Migrationsgesellschaft aufgreifen.
Die Veranstaltungsreihe richtet sich an Studierende, Lehrkräfte, Fachkräfte, Ehrenamtliche und alle weiteren Interessierten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Vorträge finden an ausgewählten Dienstagen jeweils von 16 bis 18 Uhr statt.
Die Ringvorlesung Migrationsgesellschaft Münster soll zentrale gesellschaftliche Fragen verständlich einordnen. Dabei geht es unter anderem um Zugehörigkeit, Diskriminierung, Schutzräume, soziale Gerechtigkeit und die konkrete Beteiligung von Menschen mit Migrationserfahrung. Die Stadt Münster kündigt an, dass wissenschaftliche Perspektiven mit praktischen Einblicken verbunden werden. Dadurch soll sichtbar werden, wie Migration nicht nur politische Debatten prägt, sondern auch Bildung, Kultur, Alltag und Zusammenleben beeinflusst.
Der Auftakt findet am Dienstag, 28. April, statt. Aysun Doğmuş von der Technischen Universität Berlin spricht über Bildungskontexte und Diskursverschiebungen rund um Migration. Damit beginnt eine Reihe, die bewusst unterschiedliche Blickwinkel zusammenführt. Denn Migrationsgesellschaft bedeutet nicht nur Zuwanderung, sondern auch die Frage, wie Teilhabe ermöglicht wird und wo Barrieren bestehen. Für Münster ist das Thema auch deshalb relevant, weil Integration, Bildung und gesellschaftliche Beteiligung seit Jahren zu den zentralen Aufgaben kommunaler Arbeit gehören.
Die weiteren Vorträge der Ringvorlesung Münster 2026 widmen sich mehreren aktuellen Schwerpunkten. Dazu gehören Kirchenasyl als Schutzraum, queere Erfahrungen im Asylkontext, Empowerment muslimischer Frauen und die Rolle von Geflüchteten in Friedensprozessen. Damit greift die Reihe Themen auf, die in öffentlichen Debatten oft getrennt behandelt werden, obwohl sie eng miteinander verbunden sind.
Gerade die Verbindung von Schutz, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung macht die Veranstaltungsreihe breiter als eine klassische Vorlesung über Integration. Sie fragt nicht nur danach, wie Menschen in bestehende Strukturen hineinkommen, sondern auch danach, wie diese Strukturen gerechter gestaltet werden können. Nach Angaben der Stadt soll die Reihe dazu beitragen, gesellschaftliche Entwicklungen besser zu verstehen. Außerdem soll sie den Austausch zwischen Hochschule, kommunaler Praxis, Ehrenamt und interessierter Öffentlichkeit fördern.
Abgeschlossen wird die Reihe am 7. Juli. Nach einem Grußwort von Stadtdirektorin Christine Zeller spricht Angela Merl, Leiterin von Junges Theater Münster. Ihr Beitrag beschäftigt sich mit Räumen des Zusammenkommens und zeigt am Beispiel von „SEI AM START!“, wie junge Menschen Theater aktiv mitgestalten können.
Die meisten Vorträge finden im Schloss Münster statt, genauer im Hörsaal S2 am Schlossplatz 2. Die Räume sind barrierefrei zugänglich. Nur der Termin am 12. Mai wird im Fürstenberghaus angeboten, im Hörsaal F2 im ersten Obergeschoss am Domplatz 20 bis 22. Da keine Anmeldung erforderlich ist, können Interessierte die Veranstaltungen flexibel besuchen.
Organisiert wird die Reihe vom Kommunalen Integrationszentrum der Stadt Münster. Kooperationspartner sind die Universität Münster, die Fachhochschule Münster und die Katholische Hochschule NRW. Damit ist die Ringvorlesung auch ein Beispiel dafür, wie kommunale Integrationsarbeit und wissenschaftliche Einrichtungen gemeinsam öffentliche Bildungsangebote schaffen können.
Für Besucherinnen und Besucher bietet die Reihe einen niedrigschwelligen Zugang zu komplexen Fragen der Migrationsgesellschaft Münster. Sie richtet sich nicht nur an ein Fachpublikum, sondern ausdrücklich auch an Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder sich allgemein für Integration Münster interessieren. Eine vollständige Übersicht zu Themen, Inhalten und Terminen stellt die Stadt online bereit.
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