
Der Wal Timmy sorgt weiterhin für Schlagzeilen: Am heutigen Samstag (25. April 2026) laufen an der Ostseeküste vor Poel die Vorbereitungen für einen neuen Rettungsplan. Das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hat den Plan noch nicht genehmigt. Ein Live-Stream der Rettungsaktion treibt zehntausende Suchanfragen an.
Das Rettungskonzept sieht vor, Buckelwal Timmy durch einen mehr als 100 Meter langen ausgehobenen Kanal zu navigieren – am Ende wartet eine absenkbare Barke, in die das Tier durch eine offene Luke hineinschwimmen oder geschoben werden soll. Die private Initiative Timmy Hope soll unter Hochdruck an einem revidierten Konzept arbeiten. Umweltminister Till Backhaus (SPD) blieb sogar über Nacht vor Ort, um die Lage persönlich zu verfolgen. Das Ministerium hat den Plan zum Stand des Samstagvormittags allerdings noch nicht genehmigt – es laufen weiterhin Prüfungen.
Ein Wal-Forscher soll gefordert haben, dass Timmy zunächst auf seine Transportfähigkeit untersucht wird, bevor weitere Maßnahmen ergriffen werden. Wie es dem Tier wirklich geht, sei derzeit leider nicht vollständig klar. Seit Anfang März 2026 befindet sich der Buckelwal in der Ostsee und strandete seitdem mehrfach vor der Insel Poel. Die bisher Versuche, Timmy aus der Bucht zu befreien, schlugen immer wieder fehl oder brachten nur vorübergehenden Erfolg. Um zu verhindern, dass der Wal noch tiefer ins Flachgewässer gerät, sollen nun große Sandsäcke – sogenannte Big Bags – als Barriere aufgestellt werden.
Für Sonntag Mittag prognostizieren Experten einen deutlichen Wasseranstieg – ähnliche Bedingungen hatten am Montag dazu geführt, dass Timmy vorübergehend eigenständig geschwommen war. Der Rettungsplan soll möglichst vor oder während dieses Hochwassers greifen, um die Bewegungsfreiheit des Tiers optimal zu nutzen. Parallel dazu verfolgen zehntausende Menschen die Lage im Live-Stream: Der Suchbegriff wal live stream verzeichnet aktuell über 50.000 Suchanfragen in Deutschland. Das Drama um Timmy hat sich zur meistbeobachteten Tier-Rettungsaktion des Jahres entwickelt. Auch ms-aktuell.de hatte bereits über den vorübergehenden Abbruch der Rettungsaktion berichtet.
Timmy, wie der Buckelwal von der Öffentlichkeit genannt wird, zieht seit Wochen Schaulustige, Journalisten und Tierschützer an die mecklenburgische Ostseeküste. Die Insel Poel und ihre Anwohner stehen unter massivem Trubel. Experten sind sich uneins, ob und wie der Wal gerettet werden kann – ein Tier dieser Größe im Flachwasser zu manövrieren, gilt als außerordentlich anspruchsvoll. Buckelwale können bis zu 15 Meter lang werden und mehrere Dutzend Tonnen wiegen. Dass Timmy überhaupt bis hierher in die Ostsee vorgedrungen ist, gilt als äußerst ungewöhnlich – Buckelwale sind in diesen Gewässern kaum heimisch. Bis Sonntag soll entschieden werden, ob der neue Rettungsplan zum Einsatz kommt.
Quellen: ZDF, t-online, infranken.de, 20 Minuten
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