
Münster. Die Thierstraße in Münster-Hiltrup könnte künftig testweise zur Fahrradstraße werden. Die Grünen-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Hiltrup beantragt, die Strecke zwischen Amelsbürener Straße und Hünenburg beziehungsweise Grafschaft zunächst für ein Jahr als Fahrradstraße Basis zu erproben.
Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung Münster-Hiltrup hat einen Antrag zur Thierstraße vorgelegt. Darin wird vorgeschlagen, die gesamte Strecke zwischen Amelsbürener Straße und Hünenburg beziehungsweise Grafschaft als Fahrradstraße Basis auszuweisen. Zusätzlich soll nach dem Antrag eine Anliegerregelung eingerichtet werden, durch die eine Kfz-Durchfahrt für Nicht-Anlieger untersagt wäre.
Beschlossen ist die Maßnahme damit noch nicht. Zunächst müsste sich die Bezirksvertretung mit dem Antrag befassen. Die Grünen schlagen vor, die Regelung als einjähriges Pilotprojekt umzusetzen. Während dieser Erprobung soll die Verwaltung Verkehrszählungen und Beobachtungen durchführen. Nach einem Jahr wäre eine gemeinsame Auswertung durch Bezirksvertretung und Verwaltung vorgesehen.
Der Antrag nimmt Bezug auf die Variante 2 aus der städtischen Vorlage V/0203/2026. Nach Darstellung der Antragsteller würde diese Variante die gesamte Thierstraße erfassen, Tempo 30 vorsehen und ohne zusätzliche Flächenversiegelung sowie ohne Grunderwerb auskommen. Die Grünen argumentieren außerdem, dass die Umsetzung unter günstigen Bedingungen noch 2026, spätestens aber im Frühjahr 2027 möglich wäre. Ob es dazu kommt, hängt vom weiteren politischen Verfahren ab.
Zur Begründung führen die Grünen an, dass die Thierstraße Teil des 2016 beschlossenen Veloroutenkonzepts ist. Dieses Konzept sei seitdem Grundlage der Planungen und auch für die Gewährung von Fördermitteln relevant. Aus Sicht der Antragsteller wäre eine Fahrradstraße deshalb eine Möglichkeit, die Verkehrssituation auf der Strecke kurzfristig zu verändern.
Die Fraktion verweist außerdem auf die Verkehrssicherheit. Ein separater Radweg entlang der Thierstraße wäre nach ihrer Einschätzung mit erheblichen Kosten verbunden und würde kurzfristig keine Verbesserung bringen. Deshalb plädieren die Grünen für eine Erprobung der Fahrradstraße. Mehr Sicherheit soll nach dem Antrag vor allem durch eine niedrigere Geschwindigkeit und durch das Prinzip der gegenseitigen Rücksichtnahme entstehen.
Für Münster-Hiltrup wäre die Entscheidung verkehrspolitisch relevant, weil sie eine viel diskutierte Verbindung im Radverkehr betrifft. Der Antrag legt jedoch noch keine endgültige Umsetzung fest. Erst die Beratung und ein möglicher Beschluss in der Bezirksvertretung entscheiden darüber, ob die Verwaltung tatsächlich mit der Einrichtung und Erprobung beauftragt wird.
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