Trotz Hitzewelle: Trinkwasser in Münster bleibt zuverlässig verfügbar

Trotz Hitze bleibt Trinkwasser Münster gesichert. Die Stadtwerke sehen aktuell keine Engpässe und geben Tipps zum Wassersparen.
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Münster. Auch während der aktuellen Hitzewelle bleibt die Trinkwasserversorgung in Münster nach Angaben der Stadtwerke gesichert. Während in einigen Regionen bereits zum Wassersparen aufgerufen wird, sehen die Stadtwerke Münster derzeit keine Einschränkungen für die Stadt. Hohe Temperaturen und längere Trockenphasen belasten zwar Menschen, Natur und Gewässer. Für das Trinkwasser in Münster bestehen nach Einschätzung der Stadtnetze Münster aktuell aber keine Engpässe.

Dominik Pollok, Leiter der Wasserwerke bei den Stadtnetzen Münster, betont, dass die Versorgung auch bei großer Hitze stabil bleibe. Das ist vor allem deshalb wichtig, weil der Wasserverbrauch an heißen Tagen deutlich steigen kann.

Wie Münster sein Trinkwasser gewinnt

Die sichere Versorgung hängt in Münster eng mit einem bewährten Verfahren zusammen, das seit mehr als 100 Jahren genutzt wird. Da die natürlichen Grundwasservorkommen allein nicht ausreichen, werden sie gezielt ergänzt. Dafür verwenden die Stadtwerke vorgereinigtes Wasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal.

Dieses Wasser versickert in speziellen Becken und gelangt langsam durch Kies- und Sandschichten in den Untergrund. Dabei wird es zusätzlich gereinigt und ergänzt die vorhandenen Grundwasservorräte. Das Verfahren sorgt dafür, dass Münster auch in trockenen Phasen auf eine stabile Grundlage für die Trinkwasserversorgung zurückgreifen kann.

Bewährtes System sorgt für Versorgungssicherheit

Rund 75 Prozent des Trinkwassers gewinnen die Stadtwerke Münster in eigenen Wasserwerken vor Ort. Die übrigen 25 Prozent stammen vom Versorger Gelsenwasser. Diese Kombination schafft nach Angaben der Stadtwerke eine hohe Versorgungssicherheit und bietet Reserven für die wachsende Stadt.

Gerade an heißen Tagen steigt der Wasserverbrauch in Münster häufig spürbar an. Besonders morgens und abends nutzen viele Menschen gleichzeitig Wasser, etwa zum Duschen, zum Bewässern oder zum Befüllen kleiner Becken. Dadurch kann der Wasserdruck im Netz zeitweise sinken. Die Versorgung selbst bleibt nach Angaben der Stadtwerke jedoch stabil.

Verbrauch wird rund um die Uhr überwacht

Die Verbundleitstelle der Stadtwerke Münster beobachtet den Trinkwasserverbrauch kontinuierlich. Bei Bedarf können die Mitarbeitenden nachsteuern. Diese Überwachung läuft rund um die Uhr, an jedem Tag des Jahres.

Die Stadtwerke verweisen zudem darauf, dass kontinuierlich in Wasserwerke, Leitungen und Speicher investiert wird. Trinkwasser gilt als wichtigstes Lebensmittel und muss deshalb dauerhaft geschützt werden. Auch wenn es derzeit keine Engpässe gibt, bleibt ein bewusster Umgang mit Wasser sinnvoll. Das gilt besonders in längeren Trockenperioden und an Tagen mit sehr hohem Verbrauch.

So lässt sich Trinkwasser im Alltag sparen

Die Stadtwerke Münster empfehlen, bei Trockenheit möglichst auf das Befüllen von Pools oder das Bewässern des Gartens mit Trinkwasser zu verzichten. Sinnvoll ist es außerdem, Regenwasser zu sammeln und zum Gießen zu verwenden.

Auch im Haushalt lässt sich Wasser sparen. An der Toilette kann die kleinere Spültaste genutzt werden. Obst und Gemüse sollten möglichst in einer Schüssel statt unter laufendem Wasser gewaschen werden. Das aufgefangene Wasser kann anschließend noch für Pflanzen verwendet werden. Beim Zähneputzen oder Rasieren sollte der Wasserhahn geschlossen bleiben.

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