
Münster. Der Start von Uber in Münster ruft jetzt die Politik auf den Plan. Grüne/GAL, SPD, Volt und Linke wollen die Verwaltung beauftragen, ein Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagenfahrten festzulegen. Ziel ist es, das Taxigewerbe vor Dumpingpreisen durch Anbieter wie Uber oder Bolt zu schützen.
Der Antrag sieht vor, dass Münster sich an der im Juni 2026 beschlossenen Dortmunder Praxis orientiert. Dort wurde ein Modell auf den Weg gebracht, das Mietwagenanbieter preislich stärker an die Taxitarife bindet.
In Münster soll nun geprüft werden, ob auch hier eine Allgemeinverfügung möglich ist. Das Mindestentgelt soll sich nach dem Antrag an den aktuellen Taxitarifen orientieren.
Als Auslöser nennen die Fraktionen ausdrücklich den Markteintritt von Uber-Fahrzeugen in Münster. Taxiunternehmen würden durch Preisunterbietungen privat betriebener Mietwagen unter Druck geraten.
Die Antragsteller verweisen darauf, dass Taxis besonderen Pflichten unterliegen. Dazu gehören die 24-Stunden-Betriebspflicht und die Beförderungspflicht. Taxis müssen Fahrten grundsätzlich annehmen und leisten damit einen Teil der öffentlichen Mobilitätsversorgung.
Der Antrag macht aus der Uber-Debatte ein konkretes politisches Thema. Es geht nicht nur um günstigere Fahrten für Kunden, sondern um faire Wettbewerbsbedingungen im Stadtverkehr.
Ob Münster tatsächlich Mindestpreise für Mietwagen einführt, muss nun politisch beraten und rechtlich geprüft werden. Klar ist aber: Der Konflikt zwischen Plattformdiensten und klassischem Taxigewerbe ist in Münster angekommen.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu