Vor großer Kulisse wartet auf Preußen Münster in Gelsenkirchen ein Härtetest

Münster gegen Schalke 2. Bundesliga
Orchi, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

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Gelsenkirchen. Preußen Münster startet mit einer maximal schwierigen Aufgabe in die heiße Phase des Abstiegskampfs. Am Sonntag gastiert der SCP bei Schalke 04 in der ausverkauften VELTINS-Arena. Die Ausgangslage ist klar umrissen: Schalke geht als Aufstiegskandidat in den 30. Spieltag, Münster als Tabellenletzter. Trotzdem ist die Partie für die Gäste keine reine Pflichtübung, sondern eine echte Chance, das Rennen um den Klassenerhalt weiter offen zu halten. Vor dem Wochenende lag Münster bei 28 Punkten, der Rückstand auf den Relegationsplatz betrug nur zwei Zähler. Schalke stand mit 58 Punkten auf Rang zwei, nachdem Paderborn mit 60 Zählern bereits vorgelegt hatte.

Das Spiel trägt mehr Brisanz, als die Tabelle zunächst vermuten lässt

Der Blick auf die Tabelle macht Schalke zwar zum klaren Favoriten, aber genau darin liegt auch zusätzlicher Druck für die Gastgeber. Die Schalker können mit einem Sieg den Abstand zur Spitze klein halten oder selbst wieder vorbeiziehen, während Münster jeden Punkt im Saisonendspurt dringend braucht. Für den SCP ist die Lage trotz des letzten Tabellenplatzes keineswegs aussichtslos. Die jüngsten Resultate zeigen vielmehr, dass die Mannschaft Spiele inzwischen wieder deutlich enger halten kann: Auf das 0:0 in Kiel folgte ein weiteres torloses Remis gegen Greuther Fürth. Gerade defensiv ist das ein Signal, denn nach zuvor schweren Rückschlägen hat Münster zumindest wieder Stabilität gefunden. Gleichzeitig wartet mit Schalke nun ein Gegner, der in 29 Spielen erst 25 Gegentore kassiert hat und damit die beste Defensive der Liga stellt.

Das Hinspiel liefert Münster einen brauchbaren Hoffnungsschimmer

Beim 0:0 im November behauptete sich Preußen Münster lange in Unterzahl, nachdem Torhüter Johannes Schenk in der 55. Minute Rot gesehen hatte. Gerade dieses Spiel taugt als Erinnerung daran, dass Schalke den SCP in dieser Saison keineswegs beiläufig abgeschüttelt hat. Münster verteidigte damals diszipliniert und brachte den Punkt trotz der schwierigen Konstellation über die Zeit. Für das Rückspiel ist das kein Beweis, aber ein belastbarer Hinweis darauf, dass Schalke auch gegen diesen Gegner Geduld braucht und Münster weiß, wie man die Partie unangenehm machen kann.

Schalke bringt Aufstiegsdruck, Münster bringt Widerstand und ein großes Auswärtsmoment mit

Auch das Umfeld macht diese Partie größer als ein normales Ligaspiel. Schalke hat für Sonntag eine ausverkaufte Arena gemeldet, dazu ist Deniz Aytekin als Schiedsrichter angesetzt. Für Münster wird das zu einer der größten Bühnen dieses Saisonendspurts. Dass Tausende Preußen-Fans die Mannschaft begleiten, verstärkt den Charakter eines besonderen NRW-Duells zusätzlich. Sportlich kommt hinzu, dass Schalke personell eine wichtige Entlastung erhalten hat: Moussa Ndiaye ist nach der Aufhebung seiner Sperre spielberechtigt. Für Münster erhöht das den Anspruch weiter, weil Schalke defensiv kaum an Stabilität verliert. Gerade deshalb wird für den SCP entscheidend sein, die neu gewonnene Ordnung ohne Ball mit mehr Entschlossenheit in Umschaltsituationen zu verbinden. Nur dann kann aus einem schwierigen Auswärtsspiel in Gelsenkirchen tatsächlich ein Abend werden, der im Abstiegskampf noch einmal etwas verschiebt.

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