
Düsseldorf/NRW. Die Entwicklung bei den Drogentoten in NRW 2025 sorgt weiter für Alarmzeichen. Zwar ist die Zahl der registrierten Rauschgifttodesfälle gegenüber dem Vorjahr gesunken, von 769 auf 709. Im Vergleich zu früheren Jahren liegt das Niveau aber weiter deutlich höher. Gleichzeitig verzeichnen Drogenkonsumräume so viele Konsumvorgänge wie nie in der veröffentlichten Zeitreihe, während die Zahl der Menschen in substitutionsgestützten Behandlungen weiter zurückgeht. Das geht aus einer aktuellen Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage im Landtag hervor.
Ein Blick auf die Langzeitentwicklung zeigt, wie stark sich die Lage in Nordrhein-Westfalen verändert hat. 2017 wurden 203 Rauschgifttodesfälle registriert. 2020 lag der Wert bereits bei 401, 2021 bei 693. Den bisherigen Höchststand nennt die Drucksache für 2023 mit 872 Fällen. Danach folgte ein Rückgang auf 769 im Jahr 2024 und 709 im Jahr 2025. Besonders häufig nennt die Anlage Langzeitschädigungen als Todesursache. Hinzu kommen zahlreiche Fälle polyvalenter Vergiftungen, also Mischintoxikationen mit mehreren Substanzen. Gerade diese Kombinationen machen deutlich, dass die Zahlen nicht einfach für eine kurzfristige Entspannung stehen.
Während die Zahl der Drogentoten zuletzt etwas zurückging, zeigen andere Kennzahlen weiter Druck im Hilfesystem. Für 2024 weist die Landesregierung 433.512 Konsumvorgänge in Drogenkonsumräumen aus, mehr als in jedem anderen Jahr seit 2017. Erfasst werden dabei allerdings nicht einzelne Personen, sondern die Zahl der dokumentierten Konsumvorgänge. Parallel dazu sinkt die Zahl der gemeldeten Patientinnen und Patienten in substitutionsgestützten Behandlungen seit Jahren. Für 2025 nennt die Drucksache 23.452 Fälle, nach 25.811 im Jahr 2017. Bei synthetischen Drogen verweist die Landesregierung außerdem auf Fallzahlen zu Amphetamin, Methamphetamin, LSD und neuen psychoaktiven Stoffen. Mischkonsumformen werden statistisch jedoch nicht gesondert erfasst.
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