Salpetersäure läuft aus Paket: Zwei Mitarbeiter in Westerkappeln verletzt

Ein beschädigtes Paket mit Salpetersäure hat am Mittwochmorgen einen Gefahrstoffeinsatz im Industriegebiet Velpe ausgelöst.
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Ein beschädigtes Paket mit Salpetersäure hat am Mittwochmorgen einen Gefahrstoffeinsatz im Industriegebiet Velpe ausgelöst. Zwei Mitarbeiter eines Paketdienstleisters verletzten sich an den Händen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Rund 40 Beschäftigte befanden sich zu diesem Zeitpunkt in dem Gebäude in Westerkappeln nahe Ibbenbüren.

Paket mit Salpetersäure beschädigt

Feuerwehr und Rettungsdienst wurden gegen 6.30 Uhr zu dem Betrieb an der Industriestraße gerufen. Während die Mitarbeiter Zustellfahrzeuge beluden, trat aus einer Sendung eine zunächst unbekannte Flüssigkeit aus. Beschäftigte brachten das beschädigte Paket in eine Gefahrstofftonne und verschlossen diese. Dabei erlitten zwei Männer Verletzungen an den Händen. Rettungswagen brachten beide in ein Krankenhaus. Wie schwer sie verletzt wurden, war zunächst nicht bekannt.

Das Gebäude wurde vorsorglich geräumt. Einsatzkräfte betraten die betroffenen Räume unter Atemschutz und führten Messungen durch. Ein weiterer Rettungswagen stand bereit, um die rund 25 eingesetzten Feuerwehrleute abzusichern.

Sicherheitsdatenblatt ermöglicht schnelle Identifizierung

Anhand der Kennzeichnung und eines beigefügten Sicherheitsdatenblatts konnte die ausgetretene Flüssigkeit schnell bestimmt werden. Das Paket enthielt einen Liter Salpetersäure, von der ein Teil ausgelaufen war. Angaben zur Konzentration der Säure liegen nicht vor.

Salpetersäure ist stark ätzend und kann schwere Haut- und Augenverletzungen verursachen. Auch Dämpfe oder Aerosole können die Atemwege angreifen. Zudem wirkt konzentrierte Salpetersäure stark oxidierend und kann Brände anderer Stoffe verstärken. Das Sicherheitsdatenblatt lieferte den Einsatzkräften wichtige Hinweise zu Gefahren, Schutzmaßnahmen und dem richtigen Umgang mit der ausgelaufenen Flüssigkeit.

Einsatz nach knapp zwei Stunden beendet

Die Feuerwehr kontrollierte und belüftete das Gebäude, bevor die Räume abschließend freigemessen wurden. Gegen 8.15 Uhr und damit nach etwa einer Stunde und 45 Minuten war der Einsatz beendet. Die Beschäftigten konnten anschließend an ihre Arbeitsplätze zurückkehren. Ein Fachunternehmen übernahm die Entsorgung der ausgelaufenen Säure und des beschädigten Behälters.

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