
Steinfurt. Im Naturfreibad Neuenkirchen sind am Montagmorgen rund 800.000 Liter Wasser aus dem Hauptbecken ausgelaufen. Das Wasser drang in zwei unterirdische Technikräume ein und beschädigte möglicherweise wichtige elektrische Anlagen. Die Ursache ist weiterhin unklar. Das Freibad im Kreis Steinfurt bleibt deshalb bis auf Weiteres geschlossen.
Nach dem Vorfall am 3. August 2026 stand einer der Keller zunächst etwa 25 Zentimeter unter Wasser. Ein zweiter Technikraum, in dem sich Anlagen für das Kinderbecken befinden, soll sogar bis zur Oberkante vollgelaufen sein. Der Wasserstand betrug dort demnach ungefähr zwei Meter. Betroffen sind unter anderem ein Schaltkasten sowie Pumpen und Steuerungen für die Wasserattraktionen. Das Hauptbecken wurde bereits im Laufe des Montags wieder teilweise aufgefüllt. Nicht betroffen ist der Naturbadesee der Anlage.
Beschäftigte des Freibads, Elektriker und weitere Fachfirmen suchen derzeit nach dem Leck und prüfen die beschädigte Technik. Als mögliche Ursachen kommen ein Rohrbruch oder eine undichte Stelle am Hauptbecken infrage. Vandalismus schließen die Verantwortlichen nach bisherigen Angaben aus. Wie hoch der entstandene Schaden ist, lässt sich noch nicht beziffern.
Die Gemeinde Neuenkirchen spricht bislang lediglich von einer technischen Störung. Auch am Dienstagmittag wurde das Bad weiterhin als geschlossen geführt. Eine bestätigte Ursache oder einen Termin für die Wiedereröffnung gab es zunächst nicht.
Selbst wenn die undichte Stelle schnell gefunden wird, kann der Badebetrieb nicht automatisch wieder beginnen. Die überfluteten Räume müssen zunächst getrocknet werden. Anschließend müssen Fachkräfte Schaltkästen, Pumpenelektronik und Steuerungssysteme auf mögliche Schäden untersuchen. Elektrische Anlagen dürfen erst wieder genutzt werden, wenn ihr sicherer Zustand überprüft und bestätigt wurde.
Das Naturfreibad an der Wettringer Straße verfügt normalerweise über ein kombiniertes Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken, 50-Meter-Bahnen, einen Sprungturm, Rutschen, ein Kinderbecken und einen Naturbadesee. Wie lange die technische Störung den Betrieb beeinträchtigt, ist derzeit offen.
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