Vergesslichkeit oder Demenz? Diese Warnzeichen sollte man ernst nehmen

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Hush Naidoo

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Ein vergessener Termin oder ein verlegter Schlüssel bedeuten noch keine Demenz. Werden Gedächtnisprobleme jedoch häufiger und kommen Schwierigkeiten mit Orientierung, Sprache, Aufmerksamkeit oder alltäglichen Aufgaben hinzu, kann eine ärztliche Abklärung sinnvoll sein. Demenz ist dabei keine einzelne Krankheit, sondern ein Oberbegriff für unterschiedliche Erkrankungen, bei denen geistige Fähigkeiten dauerhaft nachlassen.

Rund 1,8 Millionen Menschen leben mit Demenz

Nach Angaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft leben in Deutschland rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Jährlich kommen mehr als 400.000 Neuerkrankungen hinzu. Alzheimer ist die häufigste Ursache, daneben gibt es unter anderem vaskuläre, frontotemporale und Lewy-Körperchen-Demenzen.

Die Beschwerden unterscheiden sich je nach Erkrankungsform. Neben zunehmender Vergesslichkeit können beispielsweise Probleme bei der zeitlichen oder räumlichen Orientierung, Wortfindungsstörungen, Veränderungen der Persönlichkeit oder Schwierigkeiten bei komplexen Alltagsaufgaben auftreten.

Nicht hinter jeder Veränderung steckt eine Demenz. Auch Depressionen, Schlafprobleme, Medikamente, Stoffwechselstörungen oder Mangelzustände können die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigen.

Frühe Diagnose kann wichtige Fragen klären

Bei einem Verdacht ist die Hausarztpraxis häufig die erste Anlaufstelle. Zur weiteren Abklärung können neurologische Untersuchungen, Tests von Gedächtnis und Aufmerksamkeit sowie bildgebende Verfahren wie eine Magnetresonanztomographie eingesetzt werden. Je nach Fragestellung kommen weitere Untersuchungen hinzu.

Die Behandlung hängt stark von der Ursache der Demenz ab. Bei vielen primären Demenzformen gibt es bislang keine heilende Therapie. Medikamente können bei bestimmten Erkrankungen jedoch Beschwerden beeinflussen oder den Verlauf teilweise verlangsamen. Ebenso wichtig sind Bewegung, geistige und soziale Aktivität sowie unterstützende Angebote für Betroffene und Angehörige.

Eine frühzeitige Diagnose kann außerdem dabei helfen, Versorgung, Pflege, Vorsorgevollmacht und weitere persönliche Entscheidungen rechtzeitig zu organisieren.

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