Wann Weisheitszähne Probleme machen und wann sie rausmüssen

Weisheitszähne entfernen – Zahnarzt erklärt den Eingriff
Symbolbild: Atikah Akhtar

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Weisheitszähne müssen nicht automatisch entfernt werden – aber wenn sie Schmerzen bereiten, Entzündungen verursachen oder schlicht keinen Platz im Kiefer haben, empfehlen Zahnärzte häufig, die Weisheitszähne entfernen zu lassen. Wann das tatsächlich nötig ist und wie der Eingriff abläuft, erklären wir hier.

Weisheitszähne entfernen: Wann ist es wirklich notwendig?

Weisheitszähne brechen meist zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch – oder gar nicht. In vielen Fällen liegen sie schief im Kiefer, drücken auf benachbarte Zähne oder entzünden sich wiederholt. Typische Warnsignale sind Schmerzen im hinteren Kieferbereich, geschwollenes Zahnfleisch, Schluckbeschwerden oder immer wiederkehrende Infektionen. Ob Weisheitszähne entfernen tatsächlich notwendig ist, lässt sich am besten anhand eines Röntgenbilds beurteilen.

Zeigen die Weisheitszähne keines dieser Symptome und haben ausreichend Platz im Kiefer, können sie in den meisten Fällen bleiben. Eine Entscheidung sollte immer gemeinsam mit dem behandelnden Zahnarzt getroffen werden.

So läuft die Weisheitszahn-OP ab – und das ist danach wichtig

Das Weisheitszähne entfernen ist ein routinemäßiger Eingriff, der in der Regel ambulant in der Zahnarztpraxis oder beim Kieferchirurgen durchgeführt wird. Standardmäßig erfolgt eine örtliche Betäubung. Wer Angst vor dem Eingriff hat, kann auf Wunsch eine Dämmerschlafnarkose oder Vollnarkose erhalten – je nach Befund und Praxis. Der Eingriff selbst dauert meist zwischen 20 und 60 Minuten.

In den Tagen nach der OP gelten ein paar wichtige Verhaltensregeln: Den Wundbereich in den ersten Stunden kühlen, auf heiße Speisen und Getränke verzichten, nicht rauchen und keinen Alkohol trinken. Den Wundbereich nicht mit der Zunge oder den Fingern berühren. Das Zahnfleisch benötigt einige Wochen, um vollständig zu verheilen.

Falls starke Nachblutungen auftreten, das Taubheitsgefühl nach mehreren Stunden nicht nachlässt oder Zeichen einer Infektion erkennbar sind, sollte man umgehend die Praxis kontaktieren.

Eine prophylaktische Entfernung ohne konkreten Befund wird von Fachleuten heute nicht mehr empfohlen. Wer unsicher ist, ob seine Weisheitszähne behandelt werden müssen, sollte einen Zahnarzt aufsuchen – der kann anhand eines aktuellen Röntgenbilds schnell einschätzen, ob Handlungsbedarf besteht.

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