
Jülich. Für Dienstag, 21. April 2026, wird ein weiterer Castortransport von Jülich zum Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus erwartet. Darauf deuten aktuelle Hinweise an Anwohner ebenso hin wie die Vorbereitungen von Polizei und Protestinitiativen. Nach Angaben der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ sind für den Abend in Jülich, Ahaus und auch in Bottrop angemeldete Aktionen vorgesehen. Für die Transporte liegt seit August 2025 eine Genehmigung des Bundesamts für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung vor. Anfang Januar 2026 wurde zudem bekannt, dass ein gerichtlicher Eilantrag gegen das Vorhaben erfolglos blieb.
Anwohner im Umfeld des Zwischenlagers in Ahaus wurden nach dem vorliegenden Bericht mit Hinweisen auf mögliche kurzfristige Straßensperrungen informiert. Demnach kann es erneut Einschränkungen entlang der Strecke und im Bereich des Lagers geben. Genannt wird auch eine Hotline der Polizei Münster für Rückfragen. Damit verdichten sich die Anzeichen, dass der nächste Transport sehr kurzfristig bevorsteht. Nach Angaben der BI rechnen die Initiativen mit einem zweiten Transport am Dienstag; offiziell bestätigt war der genaue Zeitpunkt in den vorliegenden Informationen zunächst nicht.
Die Bürgerinitiative in Ahaus kündigt für 18 Uhr eine Auftaktkundgebung am Rathaus an, anschließend soll ein Demonstrationszug in Richtung Transportroute folgen. Für den weiteren Abend werden eine symbolische Blockade sowie eine Mahnwache am Zwischenlager genannt. Auch in Jülich ist laut den Initiativen ab 18 Uhr eine Mahnwache vor dem Forschungszentrum geplant. Die Protestgruppen kritisieren seit Wochen sowohl die Transporte selbst als auch Sicherheitsfragen rund um Strecke und Lager. Nach ihrem aktuellen Aufruf gehen sie davon aus, dass der zweite Transport wie schon der erste mit nur einem Castor-Behälter durchgeführt werden könnte.
Das BASE hatte die Beförderung der Brennelemente von Jülich nach Ahaus im August 2025 genehmigt und den Abtransport damals als umsetzbare Option bezeichnet. Auf der Internetseite der Behörde zum Standort Jülich wird diese Genehmigung ebenfalls aufgeführt. Nach Angaben der Protestinitiativen geht es bei der gesamten Serie um zahlreiche weitere Transporte in den kommenden Monaten. Die Auseinandersetzung um das Vorhaben dürfte damit auch nach dem erwarteten Konvoi weitergehen.
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