Prince Todestag: Zehn Jahre ohne den Purple One

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Zehn Jahre nach seinem Prince Todestag erinnert die Welt an einen der außergewöhnlichsten Musiker aller Zeiten. Am 21. April 2016 wurde Prince Rogers Nelson in einem Aufzug seines Paisley Park Studios in Minnesota leblos aufgefunden. Er war 57 Jahre alt. Heute, am 21. April 2026, jährt sich dieser Tag zum zehnten Mal – und das Vermächtnis des Purple One lebt unvermindert fort.

Prince Todestag: Was damals in Paisley Park geschah

Die Nachricht schlug am 21. April 2016 wie eine Bombe ein: Prince war tot. Behörden fanden den Musiker in einem Aufzug seines Anwesens Paisley Park in Chanhassen, Minnesota, allein und bewusstlos. Ermittlungen ergaben, dass er an einer versehentlichen Fentanyl-Überdosis gestorben war – nach Einnahme gefälschter Schmerzmittel, die er irrtümlich für das Präparat Vicodin hielt. Die falschen Pillen waren mit dem hochgefährlichen Opioid Fentanyl versetzt. Der Fentanyl-Spiegel in seinem Blut betrug 67,8 Mikrogramm pro Liter – weit über der dokumentierten letalen Schwelle von 3 bis 58 Mikrogramm pro Liter. Laut Staatsanwaltschaft hatte Prince aller Wahrscheinlichkeit nach keine Ahnung, was wirklich in diesen Pillen steckte. Strafrechtliche Konsequenzen gab es trotz intensiver Ermittlungen für niemanden.

Hintergrund der Sucht waren chronische Schmerzen infolge einer Hüftoperation im Jahr 2010. Nur fünf Tage vor seinem Tod musste ein Privatflugzeug notlanden, nachdem Prince an Bord das Bewusstsein verloren hatte. Ein Arzt hatte ihm noch am selben Tag Schmerzmittel verschrieben.

Das Vermächtnis: Purple Rain und über 100 Millionen verkaufte Alben

Prince hinterließ ein Werk, das seinesgleichen sucht. Sein Album Purple Rain aus dem Jahr 1984 – zeitgleich zum gleichnamigen Kinofilm erschienen – gehört bis heute zu den meistverkauften Alben der Musikgeschichte. Über 25 Millionen Exemplare wurden weltweit verkauft. 24 Wochen stand Purple Rain ununterbrochen auf Platz 1 der amerikanischen Billboard 200 Charts. Insgesamt verkaufte Prince mehr als 100 Millionen Tonträger, gewann sieben Grammy Awards und einen Oscar. Im Jahr 2004 wurde er in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Auf Streaming-Plattformen wie Spotify hat allein Purple Rain mittlerweile mehr als eine Milliarde Abrufe erreicht.

Als Multiinstrumentalist, Songwriter und Produzent vereinte Prince Funk, Soul, Rock und Pop zu einem unverwechselbaren Sound. Er spielte angeblich über 20 Instrumente. Sein Einfluss auf Künstler wie The Weeknd, Bruno Mars oder Katy Perry ist bis heute spürbar. Ähnlich wie Lionel Richie verkörperte Prince eine Ära, in der Popmusik noch echte Künstlerpersönlichkeiten hervorbrachte.

Gedenkfeiern 2026: Paisley Park öffnet seine Tore

Zum zehnten Prince Todestag veranstaltet Paisley Park in Chanhassen eine fünftägige Gedenkfeier unter dem Titel Celebration 2026. Die Veranstaltung ist für Juni 2026 geplant und umfasst Konzerte, Filmvorführungen, Panels und ein öffentliches Sing-Along im Herzen von Minneapolis – für Tausende von Fans aus aller Welt. Die Feierlichkeiten sollen sich unter anderem auf Prince-Alben konzentrieren, die in diesem Jahr Jubiläum feiern, darunter Parade (1986, 40 Jahre) und Emancipation (1996, 30 Jahre).

In Deutschland erinnerte der Radiosender 80s80s bereits in der vergangenen Woche mit einer mehrtägigen Prince-Week an den Musiker. Das Interesse ist ungebrochen: Für viele Menschen symbolisiert Prince nicht nur außergewöhnliche Musik, sondern auch das Brechen gesellschaftlicher Normen. Mit seinem androgynen Stil und seinen provokanten Texten war er seiner Zeit weit voraus.

Zehn Jahre ohne Prince: Ein Verlust, der nachwirkt

Der Tod von Prince am 21. April 2016 traf die Musikwelt unvorbereitet. Er hatte in den Wochen zuvor noch Konzerte gegeben und schien trotz seines Gesundheitszustands auf dem Höhepunkt seiner kreativen Kraft. Dass er als Folge einer Fentanyl-Vergiftung starb – durch Pillen, die er nicht als solche erkannte –, macht seinen Tod umso tragischer. Die Opioid-Krise, die in den USA bereits damals grassierte, hatte damit auch einen ihrer bekanntesten Fälle in die Schlagzeilen gebracht.

Sein Einfluss auf die Popkultur ist zehn Jahre nach seinem Prince Todestag ungekürzt. Neue Generationen von Musikerinnen und Musikern berufen sich auf ihn. Sein Archiv, das Tausende unveröffentlichte Songs umfassen soll, wird von seiner Nachlasskanzlei verwaltet. Was er der Welt hinterlassen hat, bleibt – auch wenn er selbst viel zu früh gegangen ist.

Quellen: NBCNews, NPR, ABCNews, paisleypark.com, ad-hoc-news.de, mprnews.org

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