
Das Oberliga-Spiel zwischen RW Ahlen und dem FC Eintracht Rheine ist am Sonntagnachmittag im Wersestadion abgebrochen worden. In der 77. Minute entschied der Schiedsrichter, die Partie nicht fortzusetzen. Nach Angaben der Polizei Warendorf waren zuvor im Stadion und vor dem Stadion Pyrotechnik und Böller gezündet worden.
Die Begegnung hatte am Sonntag, 31. Mai 2026, um 15 Uhr im Ahlener Wersestadion begonnen. Schon vor dem späteren Abbruch wurde der Spielbetrieb mehrfach gestört. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie nach Polizeiangaben zunächst zweimal wegen Gewitters und Hagels.
Damit war das Saisonfinale bereits vor der Schlussphase kein normales Fußballspiel mehr. Erst nach den wetterbedingten Unterbrechungen kam es zu dem Vorfall, der schließlich zum endgültigen Ende der Begegnung führte.
In der 77. Spielminute wurden laut Polizei sowohl im Stadion als auch außerhalb des Stadions Pyrotechnik und Böller gezündet. Der Schiedsrichter brach die Partie daraufhin ab. Weitere Einzelheiten zum genauen Ablauf oder zu möglichen Verursachern nannte die Polizei zunächst nicht.
Die Einsatzkräfte waren nach Angaben der Polizei mit starken Kräften vor Ort. Zu weiteren Ausschreitungen kam es laut Mitteilung nicht. Diese Information ist für die Einordnung des Einsatzes wichtig, weil der Abbruch zwar eine deutliche Zäsur im Spielverlauf bedeutete, die Lage vor Ort nach den bisherigen Angaben aber nicht weiter eskalierte.
Sportlich hatte die Begegnung für RW Ahlen erhebliche Bedeutung. Der Verein hatte das Heimspiel gegen Eintracht Rheine im Vorfeld als letzte Chance im Kampf um den Klassenerhalt bezeichnet. Nur mit einem Sieg hätte RW Ahlen die verbliebene Möglichkeit wahren können, die Saison noch über dem Strich zu beenden.
Auch deshalb stand die Partie unter besonderer Spannung. RW Ahlen hatte vor dem Spiel eine Ticketaktion angekündigt und auf viele Zuschauer im Wersestadion gehofft. Kinder bis einschließlich zwölf Jahre sollten freien Eintritt erhalten, für alle anderen Zuschauer war ein Eintrittspreis von fünf Euro vorgesehen.
Welche Konsequenzen der Abbruch für die Wertung der Partie hat, war zunächst offen. Darüber entscheiden nicht Polizei oder Einsatzkräfte vor Ort, sondern die zuständigen Fußballinstanzen. Eine offizielle Entscheidung zur sportlichen Bewertung lag zunächst nicht vor.
Fest steht nach den bisherigen Angaben nur: Das Oberliga-Spiel von RW Ahlen gegen den FC Eintracht Rheine wurde nach zwei wetterbedingten Unterbrechungen und dem späteren Zünden von Pyrotechnik und Böllern nicht regulär zu Ende gespielt. Für RW Ahlen endete damit ein ohnehin entscheidendes Saisonfinale unter ungewöhnlichen Umständen.
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