
Ein Schiff ist am Dienstagvormittag auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Lüdinghausen gegen eine Eisenbahnbrücke gefahren. Der Zugverkehr zwischen Coesfeld und Lüdinghausen wurde vorsorglich eingestellt. Nach einer Überprüfung konnte die Brücke wieder freigegeben werden. Verletzt wurde bei dem Unfall niemand.
Das Schiff war am Dienstag, 21. Juli 2026, in Richtung Münster unterwegs. Nach ersten Erkenntnissen der Wasserschutzpolizei könnte der Schiffsführer die Höhe des Steuerhauses falsch eingeschätzt haben. Der Aufbau soll daraufhin gegen die Unterkonstruktion der Eisenbahnbrücke gestoßen sein.
Das Steuerhaus wurde bei der Kollision erheblich beschädigt. Das Schiff konnte noch einige Kilometer weiterfahren, musste anschließend jedoch am Kanal anlegen. Eine Weiterfahrt ist nach den vorliegenden Informationen erst möglich, wenn der Schaden repariert wurde. Die genaue Unfallursache und die Höhe des Schadens sind noch Gegenstand der Ermittlungen.
Wegen eines möglichen Brückenschadens wurde die Bahnstrecke zwischen Coesfeld und Lüdinghausen zunächst gesperrt. Betroffen war die Verbindung von Enschede über Coesfeld und Lüdinghausen nach Dortmund. Für den gesperrten Abschnitt setzte die Bahn vorübergehend Busse als Schienenersatzverkehr ein.
Fachleute untersuchten die Brücke und gaben sie bereits gegen Mittag wieder für den Zugverkehr frei. Anfangs waren noch vereinzelte Verspätungen und Teilausfälle möglich. Seit etwa 14.30 Uhr fuhren die Züge wieder ohne Einschränkungen. Der Ersatzverkehr wurde eingestellt.
An der Eisenbahnbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal kam es bereits mehrfach zu ähnlichen Unfällen. Im Mai 2023 stieß dort ein Gütermotorschiff gegen die Brücke. Auch in den Jahren 2021 und 2020 wurden Kollisionen gemeldet.
Im Bereich der eingleisigen Eisenbahnüberführung ist ein Neubau vorgesehen. Dadurch soll unter anderem die Durchfahrtshöhe für Schiffe vergrößert werden.
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