
Kreis Warendorf. Fünf weitere Kanister mit Gefahrstoffkennzeichnungen sind am Mittwochmorgen bei Drensteinfurt-Rinkerode entdeckt worden. Die Behälter lagen nach Angaben der Polizei Warendorf im Bereich der Bundesstraßen 54 und 58. Noch ist unklar, welche Stoffe sich tatsächlich darin befinden.
Zeugen meldeten den Fund am 22. Juli 2026 bei der Polizei. Daraufhin wurde eine Fachfirma beauftragt, die fünf Behälter zu sichern und abzutransportieren. Während der Arbeiten musste die B58 vollständig gesperrt werden. Allerdings dauerte die Verkehrsbehinderung nur rund 30 Minuten. Danach konnte die Bundesstraße wieder freigegeben werden.
Ob von den Behältern eine unmittelbare Gefahr ausging, teilte die Polizei zunächst nicht mit. Denn allein die Kennzeichnung gibt noch keinen sicheren Aufschluss über den tatsächlichen Inhalt. Deshalb sollen die Kanister unter kontrollierten Bedingungen untersucht werden.
Ein Experte des Landeskriminalamtes soll in der kommenden Woche Proben aus den Behältern entnehmen. Anschließend werden diese analysiert. Erst die Untersuchung kann zeigen, ob sich tatsächlich gefährliche Chemikalien oder andere Schadstoffe in den Kanistern befinden.
Die neuen Funde erhöhen zugleich die Zahl der illegal entsorgten Behälter im Raum Drensteinfurt. Ob zwischen den verschiedenen Fundorten ein direkter Zusammenhang besteht, ist derzeit noch nicht bestätigt. Die Ermittlungen zur Herkunft der Kanister und zu möglichen Verantwortlichen dauern deshalb an.
Schon wenige Tage zuvor waren zwischen Sendenhorst und Drensteinfurt zahlreiche Kanister und Fässer entdeckt worden. Die Behälter lagen in Straßengräben entlang der Landstraße 851, unter anderem im Bereich des Ahrenhorster Bachs. Nach Angaben der Polizei handelte es sich insgesamt um eine mittlere zweistellige Zahl.
Weil mehrere Behälter mit Gefahrstoffsymbolen versehen waren, musste die Feuerwehr besonders vorsichtig vorgehen. Außerdem war eines der gefundenen Gefäße beschädigt. Am Samstag kamen daher auch speziell ausgebildete Einsatzkräfte zum Einsatz. Während der Bergung blieb die Landstraße zeitweise gesperrt.
Ein Fachunternehmen übernahm anschließend die Sicherung und Entsorgung der Abfälle. Die Polizei leitete Ermittlungsverfahren wegen der illegalen Abfallentsorgung ein. Dabei wird auch geprüft, woher die Behälter stammen und wer sie an den verschiedenen Stellen abgelegt haben könnte.
Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge nimmt die Polizeiwache Ahlen unter der Telefonnummer 02382 965-632 entgegen. Besonders relevant sind Beobachtungen aus dem Bereich zwischen Sendenhorst, Drensteinfurt und Rinkerode.
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