
Der SV Waldhof Mannheim hat Yannis Hör verpflichtet. Der 21-jährige Außenverteidiger wechselt von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim zurück in die Kurpfalz und unterschreibt beim Drittligisten einen Vertrag. Damit kehrt Hör zu dem Verein zurück, in dessen Nachwuchsabteilung er bereits zwischen 2017 und 2020 gespielt hatte. Anschließend wechselte er in den Nachwuchsbereich der TSG Hoffenheim. Der Transfer wurde am Donnerstag, 2. Juli 2026, vom SV Waldhof offiziell bestätigt.
Für den SV Waldhof ist die Verpflichtung vor allem sportlich nachvollziehbar. Hör kommt nicht als reiner Perspektivspieler, sondern mit Spielpraxis aus der 3. Liga. In der abgelaufenen Saison 2025/26 absolvierte er für Hoffenheim II 31 Drittligapartien und erzielte dabei zwei Tore. Zuvor war er Teil der Hoffenheimer U23, die 2025 Meister der Regionalliga Südwest wurde und damit in die 3. Liga aufstieg.
Hör ist in der Region kein Unbekannter. Nach seiner Zeit beim SV Waldhof wechselte er 2020 zur TSG Hoffenheim. Dort durchlief er weitere Nachwuchsstationen und sammelte Erfolge im Juniorenbereich. Laut Vereinsangaben wurde er mit Hoffenheim unter anderem Deutscher U19-Meister und DFB-Pokalsieger der Junioren. Für Mannheim zählt nun vor allem, dass der Verteidiger den Klub bereits aus seiner Jugendzeit kennt und zugleich mehrere Jahre in einem professionellen Nachwuchsleistungszentrum verbracht hat.
Sportchef Gerhard Zuber betonte in der Vereinsmitteilung vor allem die flexible Einsetzbarkeit des Neuzugangs. Hör könne beide Außenverteidigerpositionen besetzen und sei technisch wie spielerisch gut ausgebildet. Zudem verwies Zuber darauf, dass der Spieler den SV Waldhof aus seiner Nachwuchszeit kenne. Die Verpflichtung passt damit in ein Profil, das im Profifußball häufig gesucht ist: ein junger Spieler mit Entwicklungspotenzial, aber bereits vorhandener Erfahrung im Männerbereich.
Der SV Waldhof verstärkt mit Hör seine Optionen auf den Außenverteidigerpositionen. Gerade in der 3. Liga ist Kaderbreite auf den defensiven Außenbahnen wichtig, weil viele Mannschaften mit hohem Tempo über die Flügel spielen. Hör bringt dafür körperliche Voraussetzungen, Ausbildung und Wettbewerbspraxis mit. Über eine Ablösesumme oder genaue Vertragslaufzeit machte der Verein in seiner Mitteilung keine Angaben. Belastbar ist damit vor allem: Der Wechsel ist offiziell, Hör kommt von Hoffenheim II und ist künftig wieder Teil des Mannheimer Profikaders.
Überregional ist der Wechsel auch deshalb interessant, weil er zwei typische Entwicklungen im deutschen Profifußball verbindet. Zum einen nutzen Drittligisten den Markt junger Spieler aus Bundesliga-Nachwuchsstrukturen. Zum anderen suchen Spieler wie Hör nach dem Schritt aus der U23 ein Umfeld, in dem sie regelmäßig im Profibereich gebraucht werden. Für Waldhof Mannheim ist die Rückkehr eines ehemaligen Nachwuchsspielers daher mehr als ein symbolischer Transfer. Der Klub gewinnt einen ausgebildeten Außenverteidiger, der die Liga kennt und noch Entwicklungsspielraum besitzt.
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