Boeing 737 verschwindet über dem Arabischen Meer

Mittendrin Flughafen Frankfurt – Terminal 3 Testbetrieb mit Komparsen
Mittendrin Flughafen Frankfurt heute um 21:00 Uhr im HR (Foto: Symbolbild)

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Eine Boeing 737 von K2 Airways ist vor der Küste Pakistans vom Radar verschwunden. An Bord des Frachtflugzeugs befanden sich nach Angaben der Behörden fünf Crewmitglieder. Der Vorfall ist der belastbare aktuelle Anlass, warum die Boeing 737 heute international stark beachtet wird. Die Maschine war von Schardscha in den Vereinigten Arabischen Emiraten nach Karachi unterwegs. Kurz vor dem Kontaktabbruch meldete die Crew ein Problem mit dem Navigationssystem.

Boeing 737 meldete Navigationsproblem vor Kontaktabbruch

Nach Angaben der Pakistan Airports Authority meldete die Boeing 737 am Dienstagabend um 21.18 Uhr Ortszeit ein Navigationsproblem. Die Flugsicherung in Karachi habe daraufhin versucht, die Maschine zu unterstützen. Drei Minuten später sei das Flugzeug auf dem Radar stark sinkend und mit einer abrupten Kursänderung beobachtet worden. Danach brachen Funk und Radarkontakt ab. Die Position lag demnach rund 155 nautische Meilen westlich von Karachi.

Suche nach fünf Crewmitgliedern läuft

Die pakistanischen Behörden starteten eine Such- und Rettungsaktion im Arabischen Meer. Beteiligt sind laut Berichten unter anderem militärische und zivile Kräfte. Genannt wurden eine Fregatte der pakistanischen Marine, Flugzeuge der Luftwaffe und Marine sowie ein Handelsschiff der Pakistan National Shipping Corporation. Bis zur Veröffentlichung lagen keine gesicherten Angaben über den Verbleib der fünf Crewmitglieder vor.

Flugdaten deuten auf möglichen Absturz hin

Flightradar24-Daten deuten laut Reuters auf einen möglichen Absturz ins Meer südwestlich von Karachi hin. Die Daten zeigten in den letzten Minuten starke Höhenänderungen. Demnach sank die Maschine zunächst deutlich, stieg kurz darauf wieder an und ging anschließend in einen sehr steilen Sinkflug über. Die Ursache ist bisher nicht geklärt. Die Behörden haben die genauen Umstände zunächst nicht offiziell bestätigt.

Es handelte sich nicht um eine Boeing 737 MAX

Wichtig für die Einordnung: Bei der verschwundenen Maschine handelte es sich nach den vorliegenden Angaben um eine Boeing 737-400 als Frachter. Das Flugzeug gehört damit zur älteren 737-Generation und nicht zur Boeing 737 MAX, die in den vergangenen Jahren wegen anderer Sicherheitskrisen im Fokus stand. Die Maschine soll 1999 zunächst als Passagierflugzeug ausgeliefert und 2012 zum Frachter umgebaut worden sein.

Zweiter Boeing 737 Anlass: Neue Produktionslinie in den USA

Neben dem Zwischenfall vor Pakistan sorgt auch eine Industrie-Nachricht für Aufmerksamkeit rund um die Boeing 737. Boeing hat Anfang der Woche eine vierte Montagelinie für die 737 MAX im Werk Everett im US-Bundesstaat Washington gestartet. Der Schritt soll langfristig helfen, die Produktion des Mittelstreckenjets zu erhöhen. Dieser Produktionsaspekt ist jedoch nicht der unmittelbare Auslöser des heutigen Trends.

Ursache weiter offen

Eine gesicherte Ursache für das Verschwinden der Boeing 737 liegt bislang nicht vor. Belegt sind das gemeldete Navigationsproblem, der anschließende schnelle Höhenverlust, der Kontaktabbruch und die laufende Suche. Ob ein technischer Defekt, äußere Einflüsse oder eine andere Ursache eine Rolle spielten, ist Gegenstand der Untersuchungen.

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