100 Hektar brennen in den Niederlanden: Rauchwarnung für den Kreis Kleve

Lagerhalle in Hüttigweiler steht in Vollbrand: Feuerwehr schützt Nachbargebäude
Symbolfoto

Teilen:

Der Waldbrand an der Grenze zu Kleve hat sich in der Nacht zum Dienstag, 4. August 2026, erheblich ausgeweitet. Im Naturschutzgebiet Boschhuizerbergen bei Oostrum in der niederländischen Gemeinde Venray stehen nach Angaben der zuständigen Sicherheitsregion inzwischen rund 100 Hektar in Flammen. Das entspricht einer Fläche von etwa einem Quadratkilometer. Der Brand war am Montag ausgebrochen und ist weiterhin nicht unter Kontrolle. Durch den Wind zieht der Rauch auch über die deutsch-niederländische Grenze. Für den Kreis Kleve besteht deshalb weiterhin eine offizielle Gefahreninformation.

Rauchwarnung im Kreis Kleve bleibt bestehen

Die Leitstelle des Kreises Kleve warnt die Bevölkerung über die Warnsysteme NINA und KATWARN vor der Rauchentwicklung. Die Nordostwinde treiben den Brandrauch aus den Niederlanden in Richtung Deutschland. Besonders im Grenzbereich kann es zu deutlichem Brandgeruch und einer Belastung durch Rauch kommen. Wer Rauch wahrnimmt, sollte sich möglichst in ein Gebäude begeben sowie Fenster und Türen geschlossen halten. Auch Lüftungs- und Klimaanlagen sollten vorübergehend ausgeschaltet werden. Nach Angaben des WDR läuft der Betrieb am Flughafen Weeze bislang ohne Einschränkungen.

Waldbrand bei Oostrum weiterhin nicht unter Kontrolle

In der Nacht waren rund 300 Einsatzkräfte mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt. Feuerwehrleute aus verschiedenen Teilen der Niederlande unterstützen die Kräfte aus Limburg. Die Arbeiten werden durch Löschhubschrauber unterstützt, die ihren Einsatz am Dienstagmorgen nach der nächtlichen Pause wieder aufnehmen sollen. Das Feuer hatte sich teilweise bis in die Baumkronen ausgebreitet. Solche Brände können sich bei Wind und trockener Vegetation besonders schnell entwickeln. Die Ursache des Feuers in den Niederlanden ist bislang nicht bekannt.

Campingplatz mit rund 300 Gästen geräumt

Wegen der Rauchentwicklung wurde der Campingplatz De Oude Barrier in der Nähe des Brandgebiets vorsorglich evakuiert. Rund 300 Gäste mussten das Gelände verlassen und wurden vorübergehend in einem Hotel in Venray untergebracht. Eine Rückkehr auf den Campingplatz war in der Nacht nicht möglich. Betroffene durften lediglich unter Begleitung wichtige Gegenstände und Medikamente aus ihren Unterkünften holen. Die Maasheseweg bleibt im Einsatzgebiet für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge vollständig gesperrt.

Naturbrand bei Venray unterbricht Bahnverkehr

Auch der Bahnverkehr ist von dem Waldbrand bei Oostrum betroffen. Zwischen Venray und Boxmeer können derzeit keine Züge fahren. Der WDR berichtete, dass das Feuer zeitweise auf beiden Seiten der durch das Gebiet führenden Gleise brannte. Reisende müssen deshalb mit Zugausfällen und Ersatzverbindungen rechnen. Das Naturschutzgebiet selbst ist vollständig gesperrt. Die Behörden fordern Schaulustige ausdrücklich dazu auf, dem Einsatzgebiet fernzubleiben und Zufahrtswege für Feuerwehr und Rettungskräfte freizuhalten.

Rußpartikel laut Behörden ungefährlich

In der Umgebung des Brandes können Rußpartikel auf Autos, Gartenmöbel und andere Flächen niedergehen. Nach Angaben der Sicherheitsregion Limburg-Noord stellen diese Partikel keine Gefahr dar und können mit Wasser abgespült werden. Anders ist die Lage bei dichtem Rauch: Dieser sollte nicht eingeatmet werden. Der Waldbrand an der Grenze zu Kleve bleibt deshalb auch für Menschen auf deutscher Seite relevant. Wann die Warnung aufgehoben werden kann, hängt von der weiteren Brandentwicklung und der Windrichtung ab.

Teilen:

Münster Map
Zum Aktivieren tippen
Route anzeigen

Mehr Beiträge:

Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu