
Der 1. FC Magdeburg hat am Mittwoch, 10. Juni 2026, die Verpflichtung von Anselmo García MacNulty bestätigt. Der 23 Jahre alte Innenverteidiger kommt vom niederländischen Erstligisten PEC Zwolle und verstärkt die Defensive des Zweitligisten. Der in Sevilla geborene Abwehrspieler besitzt die irische und spanische Staatsbürgerschaft und bringt trotz seines Alters bereits viel Erfahrung aus mehreren Fußballkulturen mit.
Offiziell machte der FCM keine Angaben zur Vertragslaufzeit. Nach Medieninformationen soll García MacNulty bis Ende Juni 2029 unterschrieben haben. Auch eine Ablöse wurde vom Verein nicht genannt. Da sein Vertrag in Zwolle zum 30. Juni 2026 auslief, soll der Wechsel ablösefrei erfolgen.
García MacNulty war in der abgelaufenen Eredivisie-Saison bei PEC Zwolle eine feste Größe. In der Liga kam er auf 32 Einsätze, stand in allen 32 Partien in der Startelf und erzielte zwei Tore. Hinzu kamen zwei Einsätze im niederländischen Pokal. Seine Einsatzdaten zeigen, dass Magdeburg keinen Ergänzungsspieler holt, sondern einen Verteidiger, der zuletzt regelmäßig auf hohem Niveau gefragt war.
Der 1,90 Meter große Defensivspieler ist Linksfuß und wird in erster Linie als Innenverteidiger eingeplant. Seine Profilwerte und die Einschätzung des FCM deuten auf einen Spieler hin, der körperliche Präsenz mit sauberem Aufbauspiel verbinden soll. Gerade für eine Mannschaft, die unter Druck Lösungen in der ersten Linie braucht, kann ein linksfüßiger Innenverteidiger im Spielaufbau ein wichtiger Baustein sein.
In der offiziellen Vereinsmeldung äußerte sich FCM-Sportdirektor Peer Jaekel deutlich positiv über den Neuzugang. García MacNulty habe trotz seines jungen Alters bereits wertvolle Erfahrung gesammelt und sei bei seinen bisherigen Stationen konstant Stammspieler gewesen. Besonders hob Jaekel das positive Mindset, den starken linken Fuß und die körperliche Präsenz des Abwehrspielers hervor.
Auch García MacNulty selbst ordnete den Wechsel als nächsten Schritt ein. Nach vier Jahren in den Niederlanden reizten ihn der Traditionsverein Magdeburg, die 2. Bundesliga und die Atmosphäre vor den FCM-Fans. Für den Klub ist die Verpflichtung zugleich ein Signal, dass die Kaderplanung nach dem Klassenerhalt früh und gezielt vorangetrieben wird.
Der Transfer passt zur sportlichen Lage des FCM. Magdeburg hatte eine schwierige Saison 2025/26 hinter sich und sich erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga gesichert. Markus Fiedler war zwar zu Saisonbeginn Trainer, wurde aber im Oktober 2025 freigestellt. Danach übernahmen Petrik Sander und Pascal Ibold zunächst interimistisch und später dauerhaft. Das Trainerduo führte die Mannschaft zum Ligaverbleib und bleibt auch für die neue Saison verantwortlich.
In der Innenverteidigung entstand zusätzlicher Bedarf, weil Jean Hugonet den Verein verlassen hat und zu Hannover 96 gewechselt ist. García MacNulty kann diese Lücke nicht eins zu eins kopieren, bringt aber ein ähnliches Profil für die linke Seite der Abwehr mit. Seine Erfahrung aus der Eredivisie dürfte dem FCM helfen, die Defensive stabiler und variabler aufzustellen.
Ausgebildet wurde García MacNulty zunächst in Spanien bei Real Betis. 2019 wechselte er in den Nachwuchs des VfL Wolfsburg, wo er für die U17 und U19 spielte und auch in der UEFA Youth League zum Einsatz kam. 2022 folgte eine Leihe zu NAC Breda in die zweithöchste niederländische Liga. Dort sammelte er Spielpraxis, ehe er 2023 fest zu PEC Zwolle wechselte.
In Zwolle entwickelte er sich zum Stammspieler in der Eredivisie. Insgesamt kam er dort zwischen 2023 und 2026 auf mehr als 100 Pflichtspiele. International lief García MacNulty nicht für Spanien, sondern für irische Nachwuchsauswahlen auf. Nach Einsätzen für die U15, U17 und U19 debütierte er 2023 in der irischen U21. Für Magdeburg ist er nun ein Transfer mit klarer Perspektive: jung, linksfüßig, zweikampfstark und bereits an Profifußball gewöhnt.
Mit García MacNulty stellt Magdeburg früh in der Sommerpause die Weichen für die Innenverteidigung der Saison 2026/27. Der FCM bekommt einen Spieler mit Eredivisie-Erfahrung, internationaler Vita und der Fähigkeit, die linke Halbverteidiger-Rolle modern auszufüllen. Für die kommende Zweitliga-Saison soll der Neuzugang Stabilität und Variabilität in die Abwehr bringen.
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