A2-Stau am 11. Juli 2026: Schwertransport brennt in Baustelle

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Auf der A2 sorgt ein brennender Schwertransport am Samstag, 11. Juli 2026, für erhebliche Verkehrsprobleme. Betroffen ist der Abschnitt in Sachsen-Anhalt zwischen Alleringersleben und Eilsleben beziehungsweise dem Rastplatz Lorkberg Süd. Der Transporter hatte ein Bauteil für eine Windkraftanlage geladen und geriet am frühen Morgen im Baustellenbereich in Fahrtrichtung Berlin in Brand. Verletzt wurde nach bisherigen Angaben niemand. Die Bergung ist jedoch aufwendig und soll sich bis in die Nacht ziehen. Autofahrer müssen deshalb weiterhin mit langen Staus, Sperrungen und zusätzlichen Verzögerungen auf den Umleitungsstrecken rechnen.

Vollsperrung Richtung Berlin nach Lkw-Brand

In Fahrtrichtung Berlin ist die A2 zwischen der Anschlussstelle Alleringersleben und dem Rastplatz Lorkberg Süd bis auf Weiteres gesperrt. Die Sperrung wurde am späten Vormittag wegen der laufenden Bergungsarbeiten gemeldet. Als offizielle Umleitung ist die U57 ausgeschildert. Am frühen Samstagnachmittag reichte der Stau in Richtung Magdeburg zeitweise über mehrere Kilometer zurück. Zwischen Marienborn/Helmstedt-Ost und Alleringersleben wurden rund fünf Kilometer Stau und ein Zeitverlust von mehr als 50 Minuten gemeldet. Da die Verkehrslage dynamisch ist, können sich Staulänge und Wartezeit kurzfristig verändern.

Auch Fahrtrichtung Hannover bleibt angespannt

Am Morgen war die A2 zunächst in beiden Richtungen gesperrt. Die Fahrtrichtung Hannover wurde später wieder freigegeben, dort kam der Verkehr wegen eines Folgeunfalls und des Rückstaus jedoch nur langsam voran. Zwischen Irxleben und Alleringersleben wurden am frühen Nachmittag zeitweise rund sieben Kilometer Stau sowie etwa 50 Minuten Zeitverlust gemeldet. Nach Angaben der Autobahnpolizei sollte die Fahrbahn Richtung Hannover im Verlauf des Nachmittags erneut zeitweise gesperrt werden, damit Kräne ausreichend Platz für die Bergung des Schwertransports haben. Autofahrer sollten deshalb auch in dieser Fahrtrichtung mit neuen Sperrphasen rechnen.

Windkraft-Bauteil muss mit Kränen umgeladen werden

Der Schwertransport hatte ein großes Teil einer Windkraftanlage geladen. Dieses kann nicht ohne Weiteres von der Unfallstelle entfernt werden. Zunächst muss die Ladung mit schwerem Gerät umgeladen werden, anschließend können Zugmaschine, Auflieger und beschädigte Teile geborgen werden. Die Feuerwehr war über Stunden mit den Löscharbeiten und der Absicherung beschäftigt. Nach bisherigen Informationen kam niemand zu Schaden. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf mehrere hunderttausend Euro. Zur Brandursache lagen zunächst keine gesicherten Angaben vor. Wegen des Umfangs der Arbeiten ist eine vollständige Freigabe der Strecke kurzfristig nicht zu erwarten.

Baustelle bei Eilsleben verschärft die Verkehrslage

Der Brand ereignete sich in einem besonders sensiblen Baustellenabschnitt. Die Autobahn GmbH erneuert seit dem 23. März die Richtungsfahrbahn Hannover auf einer Länge von 11,5 Kilometern. Das Baufeld umfasst die Anschlussstellen Bornstedt und Eilsleben sowie die PWC-Anlage Lorkberg. Neben der Fahrbahn werden zehn Bauwerke, Markierungen, Sicherheitseinrichtungen und die Entwässerung saniert. Die Arbeiten sollen bis Dezember 2026 dauern und kosten rund 43,7 Millionen Euro. Nach Angaben der Autobahn GmbH fahren auf diesem Abschnitt täglich etwa 80.000 Fahrzeuge, darunter besonders viele Lastwagen. Die enge Baustellenverkehrsführung erschwert nun die Brandbekämpfung und die Bergung zusätzlich.

Weitere Behinderungen auf der A2 am Samstag

Neben dem Großeinsatz bei Alleringersleben wurden am Samstag weitere Störungen auf der A2 gemeldet. An der Anschlussstelle Peine-Ost war die Ausfahrt in Fahrtrichtung Hannover wegen eines defekten Lastwagens und auslaufenden Kraftstoffs gesperrt. Zwischen Wunstorf-Luthe und Garbsen stockte der Verkehr zeitweise auf rund zwei Kilometern. Zudem gab es Warnungen vor defekten Fahrzeugen unter anderem bei Lauenau, Gütersloh, am Kamener Kreuz und zwischen Peine-Ost und Braunschweig-Watenbüttel. Die größten Verzögerungen entstanden jedoch weiterhin im Raum Helmstedt, Alleringersleben und Eilsleben durch den Brand und die anschließenden Bergungsarbeiten.

Umleitung U57 nutzen und Rettungsgasse bilden

Für die Sperrung Richtung Berlin ist die Umleitung U57 vorgesehen. Ortskundige Fahrer werden gebeten, den Bereich möglichst weiträumig zu umfahren. Allerdings waren auch die Ausweichstrecken bereits stark belastet. Wer noch nicht unterwegs ist, sollte die Route unmittelbar vor der Abfahrt prüfen und zusätzliche Fahrzeit einplanen. Im Rückstau muss bereits bei stockendem Verkehr eine Rettungsgasse gebildet werden. In der laufenden Baustelle gilt besondere Vorsicht, weil Fahrstreifen verengt und verschwenkt sind. Die Autobahn GmbH weist bei regulärem Baustellenstau grundsätzlich darauf hin, auf der Autobahn zu bleiben. Wegen der aktuellen ungeplanten Vollsperrung gilt jedoch die ausgeschilderte U57.

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