
Die SpVgg Greuther Fürth setzt ihren personellen Umbau für die Saison 2026/27 fort. Ole Pohlmann wechselt vom portugiesischen Erstligisten FC Rio Ave zum fränkischen Zweitligisten. Der 25-Jährige erhält in Fürth einen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Für den vielseitigen Offensivspieler endet damit nach zwei Jahren sein erstes Engagement im Ausland.
Pohlmann ist bereits der siebte Sommerneuzugang des Kleeblatts. Der frühere Dortmunder soll der Mannschaft von Trainer Heiko Vogel zusätzliche technische Qualität und mehr Möglichkeiten bei der Besetzung der offensiven Positionen geben. Eine Ablösesumme nannten die beteiligten Vereine nicht.
Pohlmann war im Sommer 2024 fest von Borussia Dortmund zu Rio Ave gewechselt. In Portugal kam er innerhalb von zwei Spielzeiten auf insgesamt 59 Einsätze in der Primeira Liga und erzielte dabei zwei Tore. In der Saison 2025/26 bestritt er 31 Ligaspiele, in denen ihm ein Treffer und eine Vorlage gelangen. Insgesamt stand er dabei 1731 Minuten auf dem Platz.
Seinen ersten Ligatreffer für Rio Ave erzielte Pohlmann im Februar 2025 beim 2:2 gegen den FC Porto. Der Deutsche brachte seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich mit 2:1 in Führung. Bei Rio Ave wurde er sowohl als offensiver Mittelfeldspieler als auch auf dem linken Flügel eingesetzt. Seine Zeit in Portugal brachte ihm regelmäßige Einsätze auf Erstliganiveau, auch wenn seine Torquote überschaubar blieb.
Pohlmann stammt aus Minden und spielte in der Jugend zunächst für Hannover 96. Im Jahr 2015 wechselte er in den Nachwuchs des VfL Wolfsburg. Für die zweite Mannschaft der Niedersachsen sammelte er anschließend erste Erfahrungen im Seniorenbereich, ehe er sich 2021 der U23 von Borussia Dortmund anschloss.
In Dortmund entwickelte sich Pohlmann zu einem wichtigen Spieler der Drittligamannschaft. In 97 Ligapartien für den BVB-Nachwuchs erzielte er 18 Tore. Seine stärkste Spielzeit absolvierte er 2023/24 mit 13 Treffern in 29 Drittligaspielen. Am 2. Februar 2024 folgte sein Bundesliga-Debüt. Beim Auswärtsspiel gegen den 1. FC Heidenheim wurde er nach 59 Minuten eingewechselt. Ein zweiter Bundesligaeinsatz kam im Mai 2024 gegen Mainz 05 hinzu.
Pohlmann ist kein klassischer Mittelstürmer, sondern ein flexibel einsetzbarer Offensivspieler. Er kann im zentralen offensiven Mittelfeld, auf beiden Flügeln oder als zurückgezogene Spitze eingesetzt werden. Zudem gilt er als technisch sauberer Spieler mit einem präzisen Abschluss und Qualitäten bei Standards. Trainer Heiko Vogel sieht in ihm deshalb eine Verstärkung, die der Fürther Offensive mehr Variabilität und Substanz geben kann.
Diese Flexibilität ist für das Kleeblatt besonders wichtig. Fürth rettete sich in der vergangenen Saison erst über die Relegation in der 2. Bundesliga und befindet sich seitdem in einem größeren personellen Umbruch. Mit Branimir Hrgota verließ zudem ein langjähriger Leistungsträger und Führungsspieler den Verein. Der frühere Kapitän wechselte nach sieben Jahren zum FC St. Pauli.
Neben Pohlmann hat Fürth unter anderem den offensiven Mittelfeldspieler Shinta Appelkamp von Fortuna Düsseldorf verpflichtet. Für die Defensive kam Jannis Heuer vom 1. FC Kaiserslautern, während Christian Ortag das neu zusammengestellte Torwartteam verstärkt. Geschäftsführer Sport Daniel Meyer setzt damit auf eine Mischung aus Zweitligaerfahrung, Entwicklungspotenzial und langfristigen Verträgen.
Pohlmann trifft im offensiven Mittelfeld unter anderem auf Appelkamp. Beide können zwischen den Linien agieren und auf mehrere Positionen ausweichen. Der Neuzugang aus Portugal dürfte daher nicht ausschließlich für eine feste Rolle eingeplant sein. Vielmehr erhält Heiko Vogel eine zusätzliche Option, um seine Formation während eines Spiels anzupassen. Nach zwei Jahren in Portugal kehrt Pohlmann mit Erstligaerfahrung nach Deutschland zurück und erhält in Fürth die Chance, sich dauerhaft in der 2. Bundesliga zu etablieren.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu