
Stiftung Warentest hat 20 Heißluftfritteusen geprüft und kommt zu einem gemischten Ergebnis. Nur sechs Modelle erhielten insgesamt das Urteil gut, alle übrigen Geräte schnitten befriedigend ab. Getestet wurden 15 Airfryer mit einem Garraum und fünf Modelle mit zwei getrennten Garräumen. Die Geräte mussten nicht nur Pommes zubereiten, sondern auch Hähnchenkeulen, Grillgemüse, Aufbackbrötchen und kleine Kuchen bewältigen. Besonders deutlich wurden die Unterschiede bei der gleichmäßigen Zubereitung. Laut Stiftung Warentest liefern gute Geräte knusprige Ergebnisse, während andere Modelle bei größeren Mengen sichtbar an ihre Grenzen kommen.
Die beste Gesamtbewertung im Warentest-Vergleich erreichten mehrere Geräte mit der Note gut (2,3). Dazu zählen der Cosori CP158-AF mit einem Garraum, der Ninja AF180DE, der Gourmetmaxx 13606 sowie der Cosori CAF-R901-AEU mit zwei Garräumen. Der Cosori CP158-AF wurde in mehreren Auswertungen mit einem Preis von rund 103 Euro genannt und ist damit der günstigste Airfryer unter den Modellen mit der Spitzennote 2,3. Ebenfalls gut bewertet wurden der Philips HD9880/90 mit gut (2,4) und der Russell Hobbs SatisFry Air 26510-56 mit gut (2,5). Der Preis allein war damit kein verlässlicher Qualitätsmaßstab.
Auffällig ist vor allem der Abstand zwischen Preis und Leistung. Laut öffentlich zugänglichen Angaben war der Philips HD9880/90 eines der teuersten Geräte im Test und überzeugte besonders bei der Zubereitung. Gleichzeitig erreichte der deutlich günstigere Cosori CP158-AF ebenfalls die Spitzennote gut (2,3). Auch der Russell Hobbs SatisFry Air 26510-56 wurde trotz niedrigerem Preis noch mit gut bewertet. Stiftung Warentest macht damit deutlich, dass ein hoher Preis nicht automatisch bessere Ergebnisse bedeutet. Entscheidend sind vielmehr Garleistung, Temperaturverteilung, Bedienbarkeit, Reinigung und Sicherheit im Alltag.
Der größte Schwachpunkt vieler Modelle zeigte sich bei großen Portionen Pommes. Ein großes Behältervolumen bedeutet laut Stiftung Warentest nicht automatisch, dass ein Gerät auch große Mengen gleichmäßig garen kann. Manche Anbieter geben für ihre Geräte nur sehr kleine Höchstmengen an, obwohl der Garraum deutlich größer wirkt. Im Test wurden die Portionen deshalb vergleichbar am jeweiligen Behältervolumen berechnet. Dabei entstanden teils sehr unterschiedliche Ergebnisse. Einige Geräte lieferten knusprige Pommes, andere produzierten labbrige, ungleichmäßig gegarte oder stellenweise zu dunkle Portionen. Für Familien ist dieser Punkt besonders relevant.
Die fünf Modelle mit zwei Garräumen bieten im Alltag einen klaren Vorteil: Zwei Speisen können getrennt gegart und zeitlich aufeinander abgestimmt werden. Das ist praktisch, wenn beispielsweise Pommes und Gemüse gleichzeitig auf den Tisch kommen sollen. Bei den Spitzennoten findet sich mit dem Cosori CAF-R901-AEU dennoch nur ein Dual-Zone-Modell mit gutem Gesamturteil. Mehr Kammern bedeuten also nicht automatisch bessere Testergebnisse. Geräte mit einem Garraum schnitten insgesamt breiter gut ab. Für kleinere Haushalte oder einfache Gerichte kann ein klassischer Airfryer mit einem Korb deshalb die sinnvollere Wahl sein.
Heißluftfritteusen arbeiten mit einem kleinen Garraum, Heizspirale und Umluft. Dadurch müssen sie weniger Raum erhitzen als ein klassischer Backofen. Laut Stiftung Warentest und Verbraucherexperten kann das vor allem bei kleinen Portionen Energie sparen. Wer nur Brötchen aufbackt oder eine überschaubare Menge Pommes zubereitet, ist mit einem Airfryer oft schneller und sparsamer unterwegs. Bei großen Mengen kann sich der Vorteil aber relativieren, weil mehrere Durchgänge nötig werden. Stiftung Warentest stellte zudem deutliche Unterschiede zwischen den Geräten fest. Der stromhungrigste Airfryer verursachte in der Modellrechnung etwa doppelt so hohe Stromkosten wie das sparsamste Gerät.
Auch die Sicherheit floss in das Urteil ein. Stiftung Warentest prüfte unter anderem, ob Griffe und Bedienelemente beim Garen zu heiß werden. Außerdem wurden mögliche Verletzungsrisiken durch Klemmstellen oder scharfe Kanten bewertet. Bei der Handhabung ging es um Gebrauchsanleitung, Automatikprogramme, Befüllen, Entnehmen, Beobachten des Garvorgangs, Reinigung und Aufbewahrung. Gerade die Reinigung erwies sich bei einigen Geräten als Schwachpunkt. Fett- und Speisereste können sich an schwer erreichbaren Stellen sammeln. Für den Alltag ist deshalb nicht nur das Garergebnis wichtig, sondern auch, wie einfach sich Korb, Einsatz und Innenraum säubern lassen.
Die wichtigste Empfehlung aus dem Test lautet: Käufer sollten nicht nur auf Preis, Literangabe und Markenname schauen. Entscheidend ist, wie gut ein Gerät typische Alltagsgerichte gleichmäßig zubereitet und wie groß die tatsächlich empfohlene Pommes-Portion ist. Wer regelmäßig für mehrere Personen kocht, sollte die Herstellerangaben kritisch prüfen und nicht allein vom großen Garraum ausgehen. Dual-Zone-Geräte lohnen sich vor allem, wenn häufig zwei Speisen parallel zubereitet werden. Für kleinere Haushalte reicht oft ein gutes Modell mit einem Garraum. Der Heißluftfritteuse Test 2026 zeigt vor allem: Gute Ergebnisse gibt es auch im niedrigeren Preisbereich, aber nicht jedes große Gerät ist automatisch familientauglich.
Texte werden mit Unterstützung von KI-Tools erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Mehr dazu