BlackRock rückt mit BITA näher an den Start

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Quelle: Pixabay, sergeitokmakov

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Der Bitcoin-Income-ETF BITA von BlackRock steht offenbar kurz vor dem Marktstart. Der weltgrößte Vermögensverwalter hat für den iShares Bitcoin Premium Income ETF ein Form 8-A bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Das Dokument ist auf den 11. Juni 2026 datiert und registriert die Anteile für den Handel an der Nasdaq. Damit ist ein weiterer formaler Schritt abgeschlossen, der bei neuen ETFs häufig kurz vor dem Handelsbeginn erfolgt.

Ein offizieller Starttermin ist damit noch nicht bestätigt. Bloomberg-ETF-Analyst Eric Balchunas rechnet nach der Einreichung jedoch mit einem baldigen Debüt und nannte als wahrscheinliches Datum den 18. Juni. Für BlackRock wäre BITA der nächste Ausbau seiner Bitcoin-Produktpalette nach dem erfolgreichen iShares Bitcoin Trust ETF, der unter dem Ticker IBIT gehandelt wird.

iShares Bitcoin Premium Income ETF setzt auf laufende Prämien

Der iShares Bitcoin Premium Income ETF verfolgt nicht das Ziel, Bitcoin nur passiv abzubilden. Laut Prospekt soll der Fonds die Bitcoin-Preisentwicklung grundsätzlich nachvollziehen und zugleich Prämieneinnahmen erzielen. Dafür hält der Trust Bitcoin, Anteile am iShares Bitcoin Trust ETF und liquide Mittel aus Optionsprämien.

Der entscheidende Unterschied zu einem klassischen Spot-Bitcoin-ETF liegt in der Optionsstrategie. BITA soll monatlich Call-Optionen vor allem auf IBIT-Anteile verkaufen. Die daraus vereinnahmten Prämien sollen laufende Erträge ermöglichen. Genau diese Konstruktion macht den Fonds zu einem Bitcoin-Income-ETF BITA und nicht zu einem reinen Kursprodukt.

Covered-Call-ETF mit klar begrenztem Aufwärtspotenzial

Die Strategie folgt dem Prinzip eines Covered-Call-ETF. Der Fonds verkauft Kaufoptionen auf einen Basiswert, in diesem Fall vor allem auf IBIT-Anteile. Käufer dieser Optionen erhalten das Recht, den Basiswert zu einem festgelegten Preis zu erwerben. Der Fonds erhält dafür eine Prämie.

Für Anleger bedeutet das einen klaren Zielkonflikt. Die Optionsprämien können regelmäßige Ausschüttungen ermöglichen. Gleichzeitig wird ein Teil des Aufwärtspotenzials begrenzt, wenn Bitcoin beziehungsweise IBIT stark steigen. BlackRock beschreibt im Prospekt selbst, dass der Fonds bei steigenden IBIT-Kursen Gewinne oberhalb des Ausübungspreises der verkauften Optionen teilweise aufgibt. Das Verlustrisiko bei fallenden Bitcoin-Kursen bleibt dagegen bestehen.

BITA soll nur einen Teil des Fondsvermögens mit Optionen abdecken

BlackRock plant nach den SEC-Unterlagen keine vollständige Optionsüberlagerung des gesamten Fondsvermögens. Der Sponsor zielt darauf ab, Call-Optionen auf IBIT in einer Spanne von 25 bis 35 Prozent des Nettoinventarwertes zu schreiben. Damit bleibt ein Teil des Portfolios direkter an Bitcoin und IBIT beteiligt, während ein anderer Teil für Prämieneinnahmen genutzt wird.

Die Optionen sollen nach dem Prospekt US-börsengehandelt sein. BlackRock nennt standardisierte IBIT-Optionen und flexible FLEX-Optionen. Bei Bedarf können auch Indexoptionen auf Indizes genutzt werden, die Spot-Bitcoin-ETPs abbilden. Die Laufzeiten sollen grundsätzlich monatlich sein, können aber je nach Zielsetzung variieren.

Gebühr liegt unter wichtigen Konkurrenzprodukten

Für BITA ist eine Sponsor Fee von 0,65 Prozent des Nettoinventarwertes vorgesehen. Diese Gebühr liegt deutlich über der Gebühr des iShares Bitcoin Trust ETF IBIT, der als Spotprodukt 0,25 Prozent ausweist. Im Markt der Bitcoin-Ertragsprodukte ist der Satz aber konkurrenzfähig.

Roundhill verlangt für den Bitcoin Covered Call Strategy ETF YBTC eine Bruttokostenquote von 0,96 Prozent. Weitere Anbieter wie Grayscale und YieldMax haben bereits eigene Produkte im Segment der Bitcoin-Optionsstrategien aufgebaut. YieldMax setzt mit YBIT ebenfalls auf Optionsprämien rund um IBIT und zahlt wöchentliche Erträge an. BlackRock greift mit BITA also kein leeres Feld an, sondern einen bereits wachsenden, aber noch jungen Spezialmarkt.

BlackRock und Fidelity prägen den Bitcoin-ETF-Markt

Der neue Fonds kommt in einer Phase, in der sich der US-Markt für Spot-Bitcoin-ETFs stark auf wenige große Anbieter konzentriert. Vor allem BlackRocks IBIT und Fidelitys FBTC ziehen einen erheblichen Teil der institutionellen Nachfrage auf sich. Kleinere Anbieter stehen dadurch unter Druck, weil Liquidität, Handelsvolumen und Gebührenstruktur im ETF-Geschäft entscheidend sind.

BITA passt in diese Entwicklung. BlackRock nutzt die Marktstellung von IBIT, um ein darauf aufbauendes Ertragsprodukt zu schaffen. Der Fonds richtet sich an Anleger, die Bitcoin-Exposure nicht nur über Kursbewegungen, sondern zusätzlich über Optionsprämien nutzen wollen. Eine Garantie für regelmäßige oder stabile Erträge ergibt sich daraus nicht. Die Ausschüttungen hängen von Optionsmarkt, Volatilität, Bitcoin-Kurs und Fondsstruktur ab.

Noch kein bestätigter Handelsstart

Die 8-A-Einreichung ist ein starkes Signal für einen nahenden Start, aber kein offizieller Launch. Laut SEC-Unterlagen sollen die Anteile an der Nasdaq unter dem Ticker BITA registriert werden. Der Prospekt nennt als Beginn des öffentlichen Angebots den Zeitpunkt, sobald die Registrierung wirksam ist und dies praktisch möglich ist.

Damit bleibt der genaue Starttermin offen. Sollte BITA in der Woche ab dem 15. Juni tatsächlich in den Handel gehen, würde BlackRock seine Bitcoin-Palette um ein Produkt erweitern, das stärker auf laufende Erträge ausgerichtet ist. Für Anleger bleibt entscheidend, die Mechanik zu verstehen: Der Bitcoin-Income-ETF BITA verkauft Chancen auf einen Teil künftiger Kursgewinne gegen aktuelle Optionsprämien.

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