
Karim Adeyemi bleibt bei Borussia Dortmund eine der heikelsten Personalien dieses Sommers. Der Offensivspieler steht beim BVB noch bis zum 30. Juni 2027 unter Vertrag, doch genau diese Restlaufzeit erhöht den Druck auf beide Seiten.
Nach übereinstimmenden Medienberichten hat Borussia Dortmund Adeyemi ein Angebot zur Vertragsverlängerung vorgelegt. Eine Einigung gebe es bislang aber nicht. Im Mittelpunkt soll vor allem die Frage stehen, ob ein neuer Vertrag eine Ausstiegsklausel enthalten darf.
Die Ausgangslage ist klar: Karim Adeyemi ist vertraglich noch bis zum 30. Juni 2027 an Borussia Dortmund gebunden. Damit geht der Offensivspieler in eine Phase, in der der Verein Planungssicherheit braucht. Ohne Verlängerung hätte der BVB im Sommer 2026 nur noch ein Jahr Vertragslaufzeit vor sich.
Für Dortmund ist das sportlich und wirtschaftlich relevant. Adeyemi gehört trotz schwankender Leistungen weiterhin zu den Spielern mit hohem Marktwert und internationaler Wahrnehmung. Je näher das Vertragsende rückt, desto stärker verschiebt sich jedoch die Verhandlungsposition. Deshalb will der BVB eine Entscheidung nicht zu lange offenlassen.
Der zentrale Knackpunkt soll nach mehreren Berichten die Ausstiegsklausel sein. Die Spielerseite um Berater Jorge Mendes fordere demnach eine feste Exit-Option in einem neuen Vertrag. Borussia Dortmund lehne eine solche Konstruktion in dieser Form ab oder wolle sie zumindest nicht ohne klare Bedingungen akzeptieren.
Für den BVB geht es dabei nicht nur um Adeyemi allein. Eine Ausstiegsklausel kann den Verein bei späteren Transfers handlungsunfähig machen, wenn ein festgelegter Betrag erreicht wird. Zugleich könnte ein Kompromiss den Weg zu einer Verlängerung öffnen. Genau dieser Zielkonflikt macht die Personalie so schwierig.
Jorge Mendes spielt in den Gesprächen eine zentrale Rolle. Der portugiesische Starberater vertritt Adeyemi und gilt als Verhandler, der klare vertragliche Optionen für seine Spieler durchsetzen will. Nach Berichten wurde seine Rolle im Vertragspoker zuletzt immer wichtiger.
Die Adeyemi-Seite soll sich zugleich gegen Vorwürfe gewehrt haben, ein möglicher Abgang werde durch überzogene Gehaltsforderungen erzwungen. Demnach gehe es aus Sicht des Lagers nicht allein um Geld, sondern auch um Perspektive, Wertschätzung und vertragliche Flexibilität. Belastbar bleibt: Offiziell bestätigt ist bisher keine Einigung.
Borussia Dortmund signalisiert öffentlich, weiter an einer Lösung arbeiten zu wollen. Geschäftsführer Lars Ricken steht zusammen mit der sportlichen Leitung für die weitere Linie und macht deutlich, dass Dortmund die Gespräche fortsetzen will.
Aus dem Verein wurde zuletzt sinngemäß betont, dass ein Gang in das letzte Vertragsjahr nicht die bevorzugte Lösung sei. Das zeigt: Der BVB will Adeyemi nicht einfach halten und abwarten, sondern möglichst vor dem kritischen Sommer 2027 Klarheit schaffen.
Im Vereinsumfeld soll die Sorge wachsen, dass das Adeyemi-Lager auf einen ablösefreien Wechsel 2027 hinarbeiten könnte. Diese Einschätzung ist bislang nicht offiziell bestätigt, sie erklärt aber den Druck in der Dortmunder Entscheidungsfindung.
Ein ablösefreier Abgang wäre für den BVB das ungünstigste Szenario. Dortmund würde dann einen Spieler verlieren, ohne eine Transferentschädigung zu erhalten. Deshalb dürfte der Klub im weiteren Verlauf genau abwägen müssen: verlängern, verkaufen oder das Risiko eines letzten Vertragsjahres eingehen.
Eine schnelle Entscheidung ist derzeit nicht absehbar. Die Gespräche zwischen Borussia Dortmund, Karim Adeyemi und dessen Management sollen in der Sommerpause weitergeführt werden. Damit bleibt die Personalie auch während der Transferphase ein offener Punkt.
Für den BVB wird entscheidend sein, ob sich bei der Ausstiegsklausel ein tragfähiger Kompromiss finden lässt. Für Adeyemi wiederum geht es um die Frage, ob Dortmund ihm sportlich und vertraglich genug Perspektive bietet. Klar ist nur: Je länger der Vertragspoker dauert, desto brisanter wird die 2027-Frage.
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