
Am Montagabend zeigt Das Erste um 23:30 Uhr den Film Kommissar Dupin: Bretonische Brandung. Der Fall gehört zu den frühen Teilen der ARD-Reihe mit Pasquale Aleardi als Georges Dupin und führt den aus Paris in die Bretagne versetzten Ermittler auf die Glénan-Inseln vor der Küste von Concarneau. Der Film entstand 2014 und basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jean-Luc Bannalec.
Für Zuschauer, die die Reihe nicht regelmäßig verfolgen, ist Bretonische Brandung auch ohne Vorwissen verständlich. Der Film knüpft zwar an die Grundsituation der Figur an, erzählt aber einen eigenständigen Fall. Im Mittelpunkt steht ein Ermittler, der mit der Bretagne fremdelt, ihre Eigenheiten aber immer besser versteht. Gerade diese Spannung zwischen Pariser Blick und bretonischem Umfeld prägt die Reihe.
Der Fall beginnt mit einem Fund an einem Inselstrand. Drei Segler werden tot in der Brandung entdeckt. Zunächst wirkt alles wie ein tragischer Unfall nach einer Tour bei schlechtem Wetter. Doch die ersten Untersuchungen stellen diese Annahme infrage. Im Blut der Opfer werden neben Alkohol auch Betäubungsmittel gefunden. Für Kommissar Dupin wird aus dem vermeintlichen Unglück ein Fall mit vielen offenen Fragen.
Die Ermittlungen führen Dupin auf eine Inselwelt, die nach außen idyllisch wirkt, im Inneren aber von Konflikten geprägt ist. Die Toten hatten offenbar Pläne für eine große Feriensiedlung auf einer der Glénan-Inseln. Damit geraten wirtschaftliche Interessen, Naturschutz, alte Rechnungen und persönliche Motive in den Blick. Dupin muss herausfinden, wer von den Plänen der Männer betroffen war und wer ein Interesse daran gehabt haben könnte, sie zu stoppen.
Parallel wird Dupin privat aus dem Rhythmus gebracht. Seine Ex-Freundin Claire ist in der Bretagne, während er eigentlich einen komplizierten Fall lösen muss. Dieser Erzählstrang zeigt Dupin nicht nur als Ermittler, sondern auch als Figur, die berufliche Pflicht und persönliche Unsicherheit nicht immer sauber trennen kann.
Pasquale Aleardi spielt Georges Dupin als eigenwilligen Ermittler, der nicht vollständig in seiner neuen Umgebung angekommen ist. Dupin kommt aus Paris, arbeitet nun in Concarneau und begegnet der Bretagne zunächst mit Distanz. Gleichzeitig ist er neugierig genug, um sich auf Menschen, Orte und lokale Eigenheiten einzulassen. Diese Mischung trägt viel zur Wiedererkennbarkeit der Reihe bei.
An Aleardis Seite sind unter anderem Jan Georg Schütte als Kadeg, Ludwig Blochberger als Riwal und Annika Blendl als Nolwenn zu sehen. Zum weiteren Ensemble gehören Marie-Lou Sellem, Albert Kitzl, Alma Leiberg, Michael Wittenborn und Esther Zimmering. Die Nebenfiguren sind für den Film besonders wichtig, weil der Fall stark über Beziehungen auf der Insel, frühere Konflikte und unterschiedliche Interessen erzählt wird.
Regie bei Kommissar Dupin: Bretonische Brandung führte Matthias Tiefenbacher. Das Drehbuch schrieb Gernot Gricksch nach dem Roman Bretonische Brandung – Kommissar Dupins zweiter Fall von Jean-Luc Bannalec. Der Film ist eine Produktion von filmpool fiction im Auftrag der ARD Degeto. Die TV-Erstsendung erfolgte am 27. November 2014 in der ARD.
Die Buchvorlage ist Teil der erfolgreichen Bretagne-Reihe um Kommissar Dupin. Hinter dem Autorennamen Jean-Luc Bannalec steht der deutsche Autor Jörg Bong. Die Romane verbinden klassische Ermittlungsstrukturen mit bretonischen Schauplätzen, regionalen Besonderheiten und einem Ermittler, der sich seine neue Heimat erst erschließen muss.
Kommissar Dupin setzt nicht auf schnelle Effekte, sondern auf Atmosphäre, Figuren und regionale Details. Die Fälle entwickeln sich aus lokalen Konflikten, aus Familiengeschichten, wirtschaftlichen Interessen oder alten Verletzungen. In Bretonische Brandung wird das besonders deutlich, weil die Handlung auf den Glénan-Inseln spielt und die Frage nach dem Umgang mit einem besonderen Naturraum eng mit dem Fall verbunden ist.
Kommissar Dupin: Bretonische Brandung läuft am Montag, 15. Juni 2026, um 23:30 Uhr im Ersten. Die Ausstrahlung ist bis 01:00 Uhr angesetzt. Der Film stammt aus dem Jahr 2014 und hat eine Laufzeit von rund 88 Minuten.
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