
Die Reportage „Linksextreme Sabotage“ läuft heute um 20:45 Uhr im MDR Fernsehen. Der vollständige Titel der Sendung lautet „Linksextreme Sabotage: Wie die ‚Vulkangruppen‘ Deutschlands Infrastruktur angreifen“. Das Format gehört zur MDR-Investigativmarke „exactly“ und befasst sich mit mutmaßlich politisch motivierten Angriffen auf kritische Infrastruktur in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Anschläge auf Stromnetze, Bahntrassen und Industrieanlagen sowie die Frage, wie Behörden, Einsatzkräfte und Ermittler mit solchen Taten umgehen.
Die MDR-Reportage nimmt eine Serie von Sabotageakten in den Blick, die nach Darstellung der Sendung im Zusammenhang mit sogenannten „Vulkangruppen“ stehen sollen. Gemeint sind dabei keine fest organisierten Gruppen mit öffentlich bekannten Mitgliedern, sondern ein Umfeld, das über Bekennerschreiben und ähnliche Tatmuster beschrieben wird. Die Sendung rekonstruiert Fälle aus Berlin, Brandenburg und weiteren Regionen. Dabei geht es um Stromausfälle, beschädigte Anlagen und die Folgen für Haushalte, Pflegeeinrichtungen, Verkehr und Wirtschaft.
Ein wichtiger Teil der Reportage sind die Schwierigkeiten der Ermittlungsbehörden. Laut MDR sprechen die Reporter mit Ermittlern, Extremismus-Experten, Einsatzkräften und einer früheren linken Terroristin. Die Sendung ordnet Bekennerschreiben ein und nutzt dabei auch forensische Linguistik. Formulierungen und Selbstbeschreibungen aus solchen Schreiben werden dabei nicht als Beweis für konkrete Täter verstanden, sondern als Material, das Ermittler und Journalisten auswerten. Genau deshalb ist bei diesem Thema Zurückhaltung wichtig: Solange Gerichte keine Schuld festgestellt haben, bleiben konkrete Zuordnungen Vorwürfe oder Ermittlungsansätze.
Die Reportage fragt auch, wo die Grenze zwischen politischem Protest und extremistischer Gewalt verläuft. Dabei geht es nach MDR-Angaben um Ideologie, Sprache und Feindbilder, aber auch um mögliche Überschneidungen zu Teilen der Klimabewegung. Eine pauschale Gleichsetzung von Klimaprotest, linker Politik und Sabotage wäre jedoch unzulässig und sachlich falsch. Die Sendung behandelt vielmehr die Frage, wie einzelne militante Akteure politische Motive zur Rechtfertigung von Straftaten anführen sollen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit kritischer Infrastruktur. Stromversorgung, Bahnverkehr, Telekommunikation und Industrieanlagen sind für den Alltag vieler Menschen zentral. Schon einzelne Angriffe können erhebliche Auswirkungen haben, wenn Strom ausfällt, Züge nicht fahren oder Betriebe stillstehen. Die MDR-Reportage zeigt nach eigenen Angaben auch ein abgesichertes Experiment, mit dem die Reporter prüfen, wie leicht frei zugängliche Anleitungen im Netz missbraucht werden könnten. Damit rückt die Sendung nicht nur die mutmaßlichen Täter in den Fokus, sondern auch strukturelle Sicherheitsfragen.
„Linksextreme Sabotage: Wie die ‚Vulkangruppen‘ Deutschlands Infrastruktur angreifen“ läuft am Mittwoch, 17. Juni 2026, von 20:45 bis 21:15 Uhr im MDR Fernsehen. Eine Wiederholung ist in der Nacht zum Donnerstag vorgesehen. Die Reportage ist außerdem in der ARD Mediathek verfügbar. Als beteiligte Autoren beziehungsweise Regie werden Ben Arnold beziehungsweise Benjamin Arnold und Albrecht Radon genannt. Beide sind mit der MDR-Recherche zu diesem Thema verbunden.
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