RTLZWEI zeigt den Auftakt der Kultreihe zur Primetime

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RTLZWEI eröffnet den Sonntagabend mit einem Film, der Ende der 1970er Jahre ein großes Kinopublikum erreichte und anschließend sieben Fortsetzungen erhielt. Am heutigen Sonntag, 19. Juli 2026, läuft um 20:15 Uhr der erste Teil der Reihe „Eis am Stiel“. Im Mittelpunkt stehen die Freunde Benny, Johnny und Momo, die im Israel der späten 1950er Jahre mit Freundschaft, Verliebtheit und wachsender Verantwortung konfrontiert werden.

Welcher „Eis am Stiel“-Film heute gezeigt wird

Bei dem Film um 20:15 Uhr handelt es sich um den ersten Teil der Reihe. Der israelische Originaltitel lautet „Eskimo Limon“. International wurde die Produktion auch unter dem Titel „Lemon Popsicle“ veröffentlicht. Der Film entstand 1978 und kam am 21. April 1978 in die westdeutschen Kinos. Im Programm von RTLZWEI ist er heute von 20:15 bis 22:05 Uhr eingeplant. Die Sendezeit beträgt damit 110 Minuten einschließlich der Werbeunterbrechungen. Die eigentliche Filmlänge liegt bei rund 95 Minuten.

Regie, Drehbuch und Besetzung von „Eis am Stiel“

Regie führte der israelische Filmemacher Boaz Davidson. Das Drehbuch schrieb Davidson gemeinsam mit Eli Tavor, der im aktuellen RTLZWEI-Programm unter der Schreibweise Eli Tabor geführt wird. Produziert wurde der Film von Menahem Golan und Yoram Globus. Als Produktionsfirma nennt Filmportal Noah Films aus Tel Aviv.

Die zentrale Rolle des schüchternen Benny übernimmt Yftach Katzur, der in deutschen Programmdaten auch als Jesse Katzur geführt wird. Jonathan Sagall spielt Bennys selbstbewussten Freund Momo, während Zachi Noy als Johnny zu sehen ist. Anat Atzmon verkörpert Nellie, in anderen Fassungen auch Nili genannt. Dvora Kedar spielt Bennys Mutter Sonia, Menashe Warshavsky seinen Vater. Ophelia Shtruhl gehört als Stella ebenfalls zur Besetzung.

Darum geht es im ersten Teil

Die Handlung spielt 1958 in Israel. Benny, Momo und Johnny sind eng befreundet und verbringen ihre Freizeit gemeinsam auf Partys und mit ersten Versuchen, erwachsener und selbstbewusster zu wirken. Besonders Benny tut sich damit schwer. Er ist zurückhaltend und heimlich in Nellie verliebt, wagt es jedoch zunächst nicht, offen auf sie zuzugehen.

Nellie interessiert sich stattdessen für Momo. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Beziehung, die Nellies Leben grundlegend verändert. Als sie schwanger wird, zieht sich Momo zurück. Benny kümmert sich dagegen um sie und hofft, ihr dadurch näherzukommen. Die Situation belastet nicht nur Nellie, sondern auch die Freundschaft der drei Jungen. Am Ende muss Benny erkennen, dass Fürsorge und aufrichtige Gefühle nicht automatisch erwidert werden.

Laufzeit, Altersfreigabe und Wiederholung

„Eis am Stiel“ hat in seiner ursprünglichen Fassung eine Laufzeit von etwa 95 Minuten. Das heutige Programmfenster bei RTLZWEI endet um 22:05 Uhr. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.

Bei der Ausstrahlung handelt es sich nicht um eine Premiere, sondern um eine erneute Fernsehausstrahlung des Klassikers. RTLZWEI zeigte den ersten Teil unter anderem bereits im Juni 2024 und im August 2023. Eine weitere Wiederholung folgt in der Nacht zu Montag, 20. Juli 2026, von 03:15 bis 05:10 Uhr.

Nach dem ersten Film setzt RTLZWEI den Themenabend fort. Um 22:05 Uhr läuft „Eis am Stiel II: Feste Freundin“. Um 23:50 Uhr folgt „Eis am Stiel III: Liebeleien“. Den Abschluss bildet ab 01:40 Uhr „Eis am Stiel IV: Hasenjagd“.

Acht Filme und ein großer Kinoerfolg

Der erste Film legte den Grundstein für eine Reihe aus insgesamt acht Teilen. Die Fortsetzungen entstanden zwischen 1979 und 1988. Benny, Johnny und Momo blieben über weite Strecken die zentralen Figuren. Rock’n’Roll und Popmusik aus den 1950er und frühen 1960er Jahren wurden zu einem wichtigen Wiedererkennungsmerkmal.

Der Auftakt war auch außerhalb Israels erfolgreich. Nach Angaben der „Jüdischen Allgemeinen“ sahen ihn in Israel mehr als eine Million Kinobesucher. In Westdeutschland wurden rund 2,5 Millionen Eintrittskarten verkauft. Bei den Golden Globe Awards 1979 war „Lemon Popsicle“ als bester nicht englischsprachiger Film nominiert.

Die Rezeption fiel dennoch nicht einheitlich aus. Der Filmdienst bewertete den Umgang mit jugendlichen Beziehungen und dem Erwachsenwerden als überwiegend grobe Unterhaltung, erkannte gegen Ende jedoch auch zurückhaltendere Momente. Aus heutiger Sicht wirken besonders die Rollenbilder, die Darstellung weiblicher Figuren und mehrere auf körperlicher Bloßstellung beruhende Witze deutlich überholt. Auch manche Grenzüberschreitungen werden wesentlich beiläufiger behandelt, als es bei einer aktuellen Produktion zu erwarten wäre. Der historische Publikumserfolg und die heutige kritische Einordnung stehen deshalb nebeneinander.

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