Der Vorkoster testet Pesto: Diese Marken fallen auf

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Pesto gehört zu den beliebtesten schnellen Pastasaucen. Doch wie nah kommen Produkte aus dem Supermarkt an ein traditionelles Pesto Genovese heran? Dieser Frage geht Björn Freitag in der neuen Folge „Pesto: Bella Italia aus dem Glas?“ nach. Der WDR zeigt die 45-minütige Ausgabe heute, Montag, 20. Juli 2026, um 20.15 Uhr.

Im Mittelpunkt stehen eine Blindverkostung mit Pesto-Fans, ein genauer Blick auf die Zutatenlisten, eine Laboruntersuchung von vier Fertigprodukten und eine Reise nach Genua. Dort trifft Björn Freitag einen der bekanntesten Vertreter der ligurischen Pesto-Tradition. Außerdem entwickelt er gemeinsam mit Yvonne Willicks ungewöhnliche Varianten ohne Basilikum. WDR +1

Vier Fertigpestos kommen im Labor auf den Prüfstand

Für die Untersuchung ließ die Redaktion vier Produkte auf Pestizide sowie Mineralölbestandteile aus den Gruppen MOSH und MOAH analysieren. Konkret getestet wurden Barilla Pesto Basilico Vegan, Bertolli Pesto alla Genovese, das Bio Pesto alla Genovese der Aldi-Süd-Eigenmarke Nur Nur Natur und San Fabio Pesto alla Genovese von Penny.

Das Ergebnis fällt unterschiedlich aus. Im Bio-Pesto von Nur Nur Natur waren nach Angaben des WDR keine Pestizide nachweisbar. Im San-Fabio-Pesto wurden drei Pestizidrückstände festgestellt, im Produkt von Bertolli fünf. Das vegane Basilikum-Pesto von Barilla enthielt Spuren eines einzelnen Pestizids.

Besonders auffällig war der Nachweis des Wirkstoffs Dimethomorph in den Produkten von Bertolli und San Fabio. Der Wirkstoff ist in Deutschland nicht mehr zugelassen. Der WDR weist zugleich darauf hin, dass die gemessenen Rückstände nicht automatisch eine Überschreitung gesetzlicher Höchstwerte bedeuten. Penny erklärte zu seinem Produkt, das verwendete Basilikum stamme aus der Ernte 2024 und sei zu einem Zeitpunkt erzeugt worden, als der Wirkstoff noch zugelassen gewesen sei. WDR

Mineralölbestandteile in allen untersuchten Produkten

In allen vier Laborproben wurden zudem Mineralölbestandteile aus der MOSH-Gruppe nachgewiesen. Solche Rückstände können unter anderem während der Verarbeitung, durch Maschinen, Verpackungen oder den Transport in Lebensmittel gelangen.

Nach Einschätzung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit gilt das gesundheitliche Risiko durch die derzeitige MOSH-Aufnahme grundsätzlich als gering. Dennoch sind solche Verunreinigungen unerwünscht und sollten von den Herstellern durch sorgfältige Kontrollen möglichst reduziert werden.

Die als problematischer eingestuften aromatischen Mineralölkohlenwasserstoffe der Gruppe MOAH wurden in keiner der vier Proben gefunden. Damit ergibt die Untersuchung keinen Hinweis auf eine Belastung mit diesen potenziell gesundheitsgefährdenden Stoffen. Drei Hersteller reagierten auf die Anfrage der Redaktion. Bertolli gab trotz mehrfacher Nachfrage keine Stellungnahme ab. WDR

Blindverkostung mit Björn Freitag und Pesto-Fans

Neben der Laborprüfung steht der Geschmack im Mittelpunkt. Björn Freitag probiert gemeinsam mit einer Gruppe von Pesto-Fans vier Fertigpestos in einer Blindverkostung. Die Teilnehmer wissen zunächst nicht, welches Produkt sich in der jeweiligen Schale befindet. Bewertet werden unter anderem Farbe, Konsistenz, Basilikumaroma, Käsegeschmack und der Gesamteindruck.

Der WDR kündigt ausdrücklich vier Produkte für die Verkostung an. Eine öffentlich zugängliche, belastbare Übersicht, welche vier Marken genau in diesem Geschmackstest gegeneinander antreten und welches Glas den ersten Platz erreicht, liegt jedoch nicht vor. Die bekannten Produktnamen stammen aus dem gesonderten Labortest. Es wäre deshalb nicht seriös, ohne eindeutigen Nachweis sämtliche Laborprodukte automatisch auch der Blindverkostung zuzuordnen oder einen Geschmackssieger zu nennen.

Fest steht: Die Verkostung soll zeigen, ob ein Produkt aus dem Glas tatsächlich an das intensive Aroma eines frisch hergestellten Pesto Genovese herankommt und wie unterschiedlich die industriell hergestellten Varianten schmecken. WDR +1

Anja Tanas und Stefania Lettini prüfen die Zutaten

Beim Zutatencheck erhält Björn Freitag Unterstützung von der NRW-Ernährungsexpertin Anja Tanas und der Düsseldorfer Feinkosthändlerin Stefania Lettini. Gemeinsam schauen sie darauf, welche Rohstoffe in den Gläsern stecken und wie stark die Zusammensetzung vom traditionellen Rezept abweicht.

Ein klassisches Pesto Genovese besteht im Kern aus frischem Basilikum, Knoblauch, Pinienkernen, Parmigiano Reggiano, Pecorino, Olivenöl und Salz. Bei industriellen Produkten können dagegen günstigere Pflanzenöle, Cashewkerne, Kartoffelflocken oder andere Zutaten eingesetzt werden. Entscheidend ist deshalb der genaue Blick auf die Zutatenliste und auf den prozentualen Anteil hochwertiger Bestandteile.

Die Sendung geht damit auch der Frage nach, an welchen Zutaten Hersteller sparen können und ob ein italienisch klingender Name automatisch für eine traditionelle Rezeptur steht. Stefania Lettini bringt dabei ihre Erfahrung mit italienischen Lebensmitteln ein, während Anja Tanas die Zusammensetzung aus ernährungswissenschaftlicher Sicht einordnet. WDR +1

Björn Freitag reist nach Genua

Für das Original reist Björn Freitag nach Genua, der Hauptstadt der italienischen Region Ligurien und Heimat des Pesto Genovese. Dort trifft er Roberto Panizza. Der Gastronom gilt als ausgewiesener Pesto-Kenner und ist Gründer der internationalen Pesto-Weltmeisterschaft.

Panizza zeigt dem WDR-Koch, worauf es bei der traditionellen Herstellung ankommt. Dazu gehören hochwertige Basilikumblätter, die richtige Auswahl von Käse und Öl sowie eine schonende Verarbeitung. Klassisch werden Knoblauch, Pinienkerne und Basilikum in einem Mörser zerrieben. Zu starkes oder langes Mixen kann Wärme erzeugen und dadurch Aroma und Farbe des Basilikums beeinträchtigen.

Zur ligurischen Tradition gehört auch die Verbindung mit Trofie, Kartoffeln und grünen Bohnen. Das in der Sendung vorgestellte Rezept von Stefania Lettini kombiniert genau diese Zutaten mit frisch gemachtem Pesto Genovese. Verwendet werden Parmigiano Reggiano, sardischer Pecorino, Pinienkerne und mildes Olivenöl extra vergine. WDR +1

Yvonne Willicks kocht Pesto ohne Basilikum

Zurück in Nordrhein-Westfalen trifft Björn Freitag auf WDR-Moderatorin Yvonne Willicks. Gemeinsam bereiten sie mehrere farbenfrohe Pesto-Varianten zu, die bewusst vom Genueser Original abweichen.

Auf dem Programm stehen Pesto mit grünem Spargel, Möhren-Pesto, Pilzpesto und Rotkohl-Pesto. Das Spargelpesto enthält neben grünem Spargel auch Basilikum, Pinienkerne, Pistazien, Parmesan, Pecorino und Zitronenmelisse. Beim Möhren-Pesto werden Möhren und Möhrengrün mit Sonnenblumenkernen, Ingwer und Fenchelgrün verarbeitet.

Das Pilzpesto setzt unter anderem auf Pilze, Walnüsse, Petersilie und Pecorino. Für die winterliche Rotkohlvariante werden Rotkohl, Mandeln, Walnüsse, Kürbiskerne, Apfelmus, Apfelsaft und Walnussöl kombiniert. Die Rezepte zeigen, dass die grundsätzliche Pesto-Idee auch mit regionalen und saisonalen Zutaten funktioniert.

Der WDR zeigt „Der Vorkoster – Pesto: Bella Italia aus dem Glas?“ heute um 20.15 Uhr. Die Folge dauert bis 21.00 Uhr und ist anschließend auch in der ARD-Mediathek verfügbar. WDR +1

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