„Oh la la“ heute im Ersten: DNA-Test sorgt für Chaos

Helen Dorn Verdammte Familie – ZDF Krimi heute Abend
Tech Daily

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Das Erste zeigt am heutigen Montag, 20. Juli 2026, um 20.15 Uhr die französische Komödie „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“. Anders als der Titel zunächst vermuten lassen könnte, handelt es sich nicht um eine moderierte Quiz- oder Rateshow. Es gibt daher weder einen Moderator noch prominente Kandidaten oder Rateteams. Stattdessen steht ein Spielfilm mit Christian Clavier, Didier Bourdon, Sylvie Testud und Marianne Denicourt auf dem Programm. Bis 21.40 Uhr dreht sich alles um zwei Familien, eine bevorstehende Hochzeit und DNA-Tests, deren Ergebnisse sämtliche Gewissheiten über Herkunft, Stand und nationale Identität erschüttern.

Keine Quizshow, sondern eine französische Kinokomödie

Der deutsche Titel „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ erinnert sprachlich an bekannte Ratesendungen. Tatsächlich zeigt Das Erste jedoch eine 2024 produzierte Komödie aus Frankreich und Belgien. Der Originaltitel lautet „Cocorico“ und spielt auf den Ruf des gallischen Hahns sowie auf den französischen Nationalstolz an.

Eine Moderation, prominente Gäste oder gegeneinander antretende Teams gehören deshalb nicht zum Konzept der heutigen Ausstrahlung. Die vermeintlichen „Rateteams“ sind vielmehr zwei Familien, die rätseln müssen, was die Ergebnisse ihrer Abstammungstests für ihr bisheriges Selbstbild bedeuten.

Regie und Drehbuch stammen von Julien Hervé. Der Filmemacher setzt auf eine klassische Konstellation: Zwei junge Menschen wollen heiraten, doch ihre Eltern stammen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Milieus. Aus anfänglicher Überheblichkeit und gegenseitigem Misstrauen entwickelt sich eine Kette zunehmend absurder Enthüllungen.

Christian Clavier spielt den stolzen Aristokraten Frédéric

Im Mittelpunkt steht Frédéric Bouvier-Sauvage, gespielt von Christian Clavier. Der französische Starkomiker ist dem deutschen Publikum besonders durch die erfolgreichen „Monsieur Claude“-Filme bekannt. Auch in „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ verkörpert er einen Mann, der großen Wert auf Traditionen, gesellschaftlichen Rang und seine vermeintlich makellose französische Herkunft legt.

Frédéric besitzt gemeinsam mit seiner Familie ein traditionsreiches Weingut und beruft sich stolz auf einen aristokratischen Stammbaum. Seine Ehefrau Catherine Bouvier-Sauvage wird von Marianne Denicourt gespielt. Die gemeinsame Tochter Alice, dargestellt von Chloé Coulloud, möchte François Martin heiraten.

François wird von Julien Pestel verkörpert. Seine Eltern Gérard und Nicole Martin führen ein deutlich bürgerlicheres Leben. Gérard arbeitet als Autohändler und wird von Didier Bourdon gespielt. Sylvie Testud übernimmt die Rolle seiner Ehefrau Nicole. Schon beim ersten Aufeinandertreffen wird deutlich, dass insbesondere Frédéric die Familie des künftigen Schwiegersohns nicht für standesgemäß hält.

DNA-Tests werden zum explosiven Hochzeitsgeschenk

Alice und François möchten ihre Eltern zusammenbringen und ihre Hochzeit ankündigen. Um die Begegnung aufzulockern, haben sie sich ein ungewöhnliches Geschenk überlegt: Beide Elternpaare erhalten die Ergebnisse zuvor angefertigter DNA-Tests. Die Tests sollen zeigen, aus welchen Regionen und Bevölkerungsgruppen ihre Vorfahren stammen.

Was als humorvolle Überraschung gedacht ist, entwickelt sich schnell zum familiären Sprengsatz. Beide Familien halten sich für besonders französisch und sind von ihrer jeweiligen Herkunft überzeugt. Die Testergebnisse passen jedoch nicht zu den Geschichten, die sich die Beteiligten über Generationen hinweg erzählt haben.

Der Autohändler Gérard erfährt, dass ein erheblicher Teil seiner Abstammung nach Deutschland führt. Für den selbstbewussten französischen Patrioten ist das zunächst nur schwer zu akzeptieren. Nicole entdeckt unterdessen eine Verbindung zu England und glaubt, sogar entfernte familiäre Verbindungen zum britischen Königshaus erkennen zu können.

Auch die Bouvier-Sauvages bleiben von Überraschungen nicht verschont. Catherine muss ihre bisherige Vorstellung einer vornehmen italienischen Abstammung überdenken, als der Test portugiesische Wurzeln nahelegt. Frédéric trifft es besonders hart: Ausgerechnet der Mann, der seine französische und aristokratische Herkunft wie ein Abzeichen trägt, wird mit einem Ergebnis konfrontiert, das nicht in sein Weltbild passt.

Zwei Familien werden zu unfreiwilligen Rateteams

Das zentrale Spielprinzip des Films besteht nicht aus Quizfragen oder Punkten. Stattdessen geraten die Figuren in eine unfreiwillige Suche nach ihrer eigenen Identität. Sie zweifeln an den Ergebnissen, befragen Familienmitglieder und versuchen, bislang unbekannte Zusammenhänge in ihren Stammbäumen aufzudecken.

Damit werden die beiden Familien zu den eigentlichen Rateteams des Abends. Sie müssen herausfinden, ob die Tests stimmen, welche Geheimnisse frühere Generationen verborgen haben und was Herkunft überhaupt bedeutet. Besonders Frédéric weigert sich zunächst, die genetische Analyse einfach hinzunehmen. Er beginnt nachzuforschen und stößt dabei auf Hinweise, die seine sorgfältig gepflegte Familiengeschichte endgültig ins Wanken bringen.

Auch Gérard setzt sich intensiver mit seiner Vergangenheit auseinander. Die neuen Erkenntnisse führen ihn zu seinem Vater, der von Patrick Préjean gespielt wird. Dabei zeigt sich, dass einzelne Informationen über die Familie bewusst verschwiegen wurden. Hinter den komischen Situationen stehen deshalb auch ernstere Fragen nach Scham, gesellschaftlicher Ausgrenzung und dem Umgang mit historischen Belastungen.

Diese Themen bestimmen „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“

Die Komödie greift vor allem Vorurteile, Nationalstolz und gesellschaftliche Überheblichkeit auf. Frédéric betrachtet seinen Adelstitel und seine französische Abstammung als Beleg dafür, anderen Menschen überlegen zu sein. Gérard wiederum definiert sich ebenfalls stark über seine nationale Identität, obwohl er aus einem anderen sozialen Umfeld stammt.

Die DNA-Tests stellen diese Gewissheiten infrage. Plötzlich zeigt sich, dass die vermeintlich klaren Grenzen zwischen Franzosen, Deutschen, Briten, Portugiesen und anderen Herkunftsgeschichten viel weniger eindeutig sind, als die Figuren angenommen haben. Die Komik entsteht vor allem daraus, dass die Erwachsenen ihre neuen Identitäten zunächst übertrieben ausleben oder vollständig ablehnen.

Nicole interessiert sich nach ihrem Ergebnis begeistert für britische Traditionen. Catherine beschäftigt sich mit der portugiesischen Sprache und Kultur. Gérard nähert sich widerwillig seinen deutschen Wurzeln. Frédéric reagiert dagegen mit immer neuen Versuchen, sein Testergebnis zu widerlegen.

Der Film macht sich dabei weniger über die verschiedenen Nationalitäten lustig als über Menschen, die Herkunft mit persönlichem Wert verwechseln. Die Ergebnisse der Tests führen vor Augen, wie schnell vermeintliche Gewissheiten zusammenbrechen können.

Das Ensemble der heutigen Ausstrahlung

Neben Christian Clavier als Frédéric Bouvier-Sauvage gehören Didier Bourdon als Gérard Martin, Sylvie Testud als Nicole Martin und Marianne Denicourt als Catherine Bouvier-Sauvage zu den zentralen Darstellern.

Chloé Coulloud spielt Alice Bouvier-Sauvage, während Julien Pestel als François Martin zu sehen ist. Das junge Paar bildet den ruhenden Gegenpol zu den Eltern, die sich zunehmend in ihren Vorurteilen, Eitelkeiten und Herkunftsfragen verlieren.

Zum weiteren Ensemble gehören Sophie Froissard als Haushälterin Maria, Patrick Préjean als Gérards Vater, Johann Dionnet als Klempner Monsieur Ribeiro und Laurent Joly als Genealoge. Diese Nebenfiguren tragen dazu bei, dass die Nachforschungen der Familien immer neue Wendungen nehmen.

Heute um 20.15 Uhr im ARD-Sommerkino

Das Erste zeigt „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ heute, am Montag, 20. Juli 2026, von 20.15 bis 21.40 Uhr. Die Komödie läuft im Rahmen des ARD-Sommerkinos und wird im deutschen Fernsehen als 85-minütige Fassung ausgestrahlt.

Der Film verbindet eine Familienkomödie mit einer satirischen Auseinandersetzung über Herkunft, soziale Unterschiede und nationale Klischees. Zuschauer sollten deshalb keine klassische Unterhaltungsshow mit Moderator, Gästen und Quizrunden erwarten. Der ähnlich klingende Titel führt vielmehr zu einem französischen Spielfilm, in dem Christian Clavier und Didier Bourdon als konkurrierende Familienväter für die entscheidenden Wortgefechte sorgen.

Nach der Ausstrahlung folgt im Ersten um 21.40 Uhr das „Concert de Paris 2026“. „Oh la la – Wer ahnt denn sowas?“ ist außerdem in unterschiedlichen Fassungen in der ARD-Mediathek vorgesehen, darunter mit Untertiteln, Audiodeskription und in der französischen Originalversion.

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