Wie der Mossad den Krieg in den Iran trug

Lecker aufs Land heute im SWR: Folge 104 aus dem Landkreis Rottweil
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Die frontal-Dokumentation „Im Schatten des Krieges – Der geheime Einsatz des Mossad im Iran“ untersucht verdeckte Operationen des israelischen Auslandsgeheimdienstes und deren Bedeutung für die militärische Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran. Das ZDF zeigt den rund 44-minütigen Film von Marcus Weller am heutigen Dienstag, 21. Juli 2026, von 21.00 bis 21.45 Uhr. Im ZDF-Streaming-Portal steht das Thema zusätzlich als dreiteilige Dokuserie zur Verfügung.

Verdeckter Krieg zwischen Israel und dem Iran

Im Mittelpunkt steht der Konflikt um das iranische Regime und dessen Atomprogramm. Die Dokumentation setzt beim ersten israelischen Angriff im Juni 2025 an, den das ZDF als Zwölf-Tage-Krieg bezeichnet. Sie verfolgt die weitere Eskalation bis zu den Ereignissen im Februar 2026.

Nach den Programminformationen rekonstruiert der Film Einsätze des Mossad auf iranischem Staatsgebiet. Dabei geht es nicht allein um klassische Spionage, sondern auch um die Vorbereitung militärischer Operationen. Das ZDF beschreibt eine Strategie, bei der im Iran angeworbene Personen in Israel ausgebildet und mit Waffen sowie Sprengstoff ausgestattet worden seien. Diese sogenannten Agenten-Krieger sollten im Ernstfall als operative Kräfte innerhalb des Landes eingesetzt werden.

Als wichtigen Ausgangspunkt nennt die Dokumentation den Diebstahl des iranischen Atomarchivs durch den Mossad im Jahr 2018. Die israelische Seite habe daraus den Schluss gezogen, dass der Iran seine Arbeit an einem militärisch nutzbaren Atomprogramm nicht aufgegeben habe. Der Film zeigt, wie diese Einschätzung in Israel zur Grundlage für weitere Geheimdienst- und Militäraktionen wurde.

Ein Iraner wird zum Agenten des Mossad

Einer der zentralen Protagonisten ist ein junger Iraner, dessen Name in den veröffentlichten Programminformationen nicht genannt wird. Er habe als Kind James-Bond-Filme bewundert, sich später gegen das iranische Regime gewandt und sei schließlich vom Mossad angeworben worden.

Seine Geschichte bildet den Schwerpunkt des ersten Teils der Streaming-Serie mit dem Titel „Hinter feindlichen Linien“. Anhand seines Weges will die Dokumentation zeigen, wie der israelische Geheimdienst innerhalb des Iran neue Netzwerke aufgebaut haben soll. Dabei geht es um Rekrutierung, Ausbildung und die Vorbereitung von Aktionen gegen iranische Einrichtungen.

Konkrete Klarnamen ehemaliger Mossad-Agenten oder beteiligter CIA-Mitarbeiter nennt das ZDF in der Pressemappe nicht. Belegt ist jedoch, dass Marcus Weller für seine Recherche mit ehemaligen Mossad-Agenten, früheren CIA-Offizieren und einem ehemaligen leitenden General des US-Zentralkommandos gesprochen hat. Fernsehserien.de nennt zudem den früheren US-Sicherheitsberater John Bolton als einen der Gesprächspartner.

Proteste, Repression und Gewalt im Januar 2026

Der zweite Teil der Streaming-Fassung trägt den Titel „Auf dem Sprung“. Er behandelt zunächst den Zwölf-Tage-Krieg im Juni 2025. Obwohl das iranische Regime nach Darstellung der Dokumentation unter erheblichen Druck geriet, konnte es sich an der Macht halten.

Anschließend richtet sich der Blick auf die Protestbewegung im Iran. Ende 2025 hätten zunächst Händler auf den Basaren von Teheran demonstriert. Danach hätten sich die Proteste auf zahlreiche weitere Städte ausgebreitet. Nach Angaben des ZDF gingen am 8. und 9. Januar 2026 Menschen in mehr als 400 iranischen Städten auf die Straße.

Der Film lässt unter anderem zwei junge Männer zu Wort kommen, die während der Demonstrationen schwer verletzt worden seien. Ihre Namen werden in den zugänglichen Programminformationen ebenfalls nicht veröffentlicht. Die Dokumentation schildert außerdem Berichte über Krankenhäuser, in denen Revolutionsgardisten nach verletzten Demonstranten gesucht und medizinisches Personal festgenommen haben sollen.

Der dritte Serienteil „In der Falle“ konzentriert sich auf diese Gewalt und auf die Folgen der staatlichen Repression. Dabei verbindet der Film persönliche Berichte aus dem Iran mit Aussagen westlicher Geheimdienst- und Militärexperten.

Teheran und die Pasteur-Straße als zentrale Schauplätze

Ein zentraler Schauplatz ist die iranische Hauptstadt Teheran. Genannt werden die dortigen Basare, Krankenhäuser und die Pasteur-Straße, in der sich das sogenannte Haus des Führers befand. Weitere konkrete iranische Städte werden in den veröffentlichten Programminformationen nicht einzeln aufgeführt.

Die Dokumentation rekonstruiert zudem den Luftangriff vom 28. Februar 2026. Nach Darstellung des ZDF erschienen israelische F-35-Tarnkappenflugzeuge über Teheran. Raketen trafen das Gebäude des iranischen Staatsoberhaupts. Dabei wurden Ayatollah Ali Khamenei und weitere führende Vertreter des Regimes getötet. Israel und die USA hätten mit diesem Angriff versucht, die politische Führung des Iran entscheidend zu schwächen.

Der Film untersucht, welche Rolle die jahrelange Arbeit des Mossad bei der Vorbereitung dieses Angriffs spielte. Thematisiert werden außerdem Drohnenangriffe gegen Basij-Milizen und die Übernahme iranischer Überwachungssysteme.

Marcus Weller verantwortet die Recherche

Autor und Filmemacher der Dokumentation ist Marcus Weller. Für die Kamera waren Uri Ackermann, Felix Greif und Max Schlehuber verantwortlich. Produziert wurde der Film von der beetz brothers film production. Die ZDF-Redaktion lag bei Beate Frenkel.

Die lineare Fernsehfassung dauert rund 44 Minuten. Im Streaming-Portal wird die Recherche in drei jeweils etwa 20 Minuten langen Folgen angeboten. Die Titel lauten „Hinter feindlichen Linien“, „Auf dem Sprung“ und „In der Falle“. Die Dokumentation eröffnet zugleich eine sommerliche Reihe von drei frontal-Sendungen, die das ZDF jeweils dienstags um 21.00 Uhr ausstrahlt. Am 28. Juli folgt „Gold. Macht. Gier“, am 4. August „Das Deutsche-Bahn-Desaster“.

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